Wirtschaft : Air Berlin befördert mehr Passagiere

Auslastung der Maschinen gestiegen

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Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres fast eine Million Passagiere mehr befördert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ihre Zahl stieg um 13 Prozent auf 8,5 Millionen, wie die zweitgrößte deutsche Airline am Sonntag mitteilte. Die Auslastung der Maschinen habe um 2,7 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent zugenommen. „Bis zum Jahresende werden wir deutlich mehr als 15 Millionen Passagiere befördern“, stellte der Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold in Aussicht.

Keine Aussagen machte Hunold zur wirtschaftlichen Entwicklung und zu den Gewinnaussichten. Im ersten Quartal hatte Air Berlin, die seit dem 11. Mai börsennotiert ist, noch ein Minus von 431 Millionen Euro hinnehmen müssen. Den entscheidenden Schub erwartete die Fluggesellschaft für das dritte Quartal. Hunold hatte vor kurzen bekräftigt, für das Gesamtjahr erwarte er weiterhin „ein deutlich positives Nettoergebnis“. Die durch den hohen Ölpreis gestiegenen Treibstoffkosten seien durch Sicherungsgeschäfte gut abgefedert. Im Gesamtjahr soll ihr Kostenanteil „in etwa gleich“ bleiben. Das Streckennetz von Air Berlin solle weiter ausgebaut und neue Maschinen in Dienst gestellt werden.

Ein deutliches Plus verbuchte Air Berlin auch im Monat Juli. Mit 1,6 Millionen Fluggästen seien gut 15 Prozent mehr als im Juli 2005 befördert worden, teilte die Fluggesellschaft weiter mit. Als Flughäfen mit dem stärksten Wachstum in diesem Monat nannte Air Berlin in Deutschland Frankfurt am Main mit plus 45 Prozent und Nürnberg mit plus 26 Prozent. In Berlin-Schönefeld wurden rund 18 Prozent mehr Air-Berlin-Passagiere abgefertigt. Im Ausland habe London-Stansted mit einem Plus von 95 Prozent vor Catania (Sizilien) mit einem Zuwachs von 89 Prozent gelegen.

Im Juni war die Zahl der Passagiere ebenfalls um rund 15 Prozent auf 1,52 Millionen gestiegen. Die Auslastung erhöhte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 77,8 Prozent. Im Juni hatte die Fluggesellschaft auch von der Fußball-WM in Deutschland profitiert. dr

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