Wirtschaft : Air Berlin tritt doch der Allianz bei

Airline wird Mitte März Mitglied der One World.

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Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin will am 20. März offiziell dem weltweiten Luftfahrtbündnis One World beitreten. Das teilte die Airline am Donnerstag mit und beendete damit die Spekulationen, sie könnte die vom ehemaligen Chef Joachim Hunold eingefädelte Mitgliedschaft kurzfristig abblasen.

Intern war der Beitritt zur Allianz umstritten, da er zunächst mit Kosten verbunden ist – unter anderem für eine Anpassung des elektronischen Buchungssystems. Auch dem neuen Chef Hartmut Mehdorn war seit seinem Amtsantritt im September bei Weitem nicht so viel One-World-Begeisterung anzumerken wie seinem Vorgänger. Zweifel wurden auch durch den Umstand genährt, dass der größte Partner American Airlines vor wenigen Wochen unter Gläubigerschutz gestellt worden war und als Übernahmekandidat durch die Gesellschaft Delta gehandelt wird, die im Konkurrenzbündnis Sky Team ist. American wird zudem nun ein drastisches Sparprogramm auflegen, das bis zu 13 000 Stellen kosten wird, wie ebenfalls am Donnerstag bekannt wurde.

Bei Air Berlin stellt man die Vorzüge für die Kunden heraus: Von dem Stichtag an könnten diese von den umfassenden Leistungen und dem Service der weltweit führenden Allianz profitieren. So werde das Umsteigen bequemer. Durch den Beitritt erhöhe sich das Streckennetz der Allianz um 70 auf dann 840 Flugziele in 150 Ländern. „Air Berlin ist ein idealer One-World-Partner“, sagte der Chef der Allianz, Bruce Ashby. Und Mehdorn, nun offenbar mit der Idee versöhnt, nannte den Beitritt „einen der bedeutendsten Schritte in der Geschichte“ der Gesellschaft. Kevin P. Hoffmann

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