Wirtschaft : Airbus macht EADS Freude Flugzeugtochter mit kräftigem Gewinnanstieg

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Berlin Der Flugzeugbauer Airbus hat dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS im ersten Halbjahr 2005 einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Obwohl das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte gegen Währungsschwankungen ungünstiger abgesichert ist, hob es die Prognose für den Gewinn im Gesamtjahr um zehn Prozent an.

„Die EADS wird ihre Wachstumsziele für 2005 voll erreichen“, erklärten die frisch gekürten Co-Chefs Tom Enders und Noël Forgeard am Mittwoch in Amsterdam. Die EADS rechnet mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von über 2,6 Milliarden Euro und mehr als 360 Auslieferungen bei Airbus. In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete EADS einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 1,54 Milliarden Euro und lag damit 57 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Allein 1,44 Milliarden Euro davon gehen auf das Konto von Airbus.

Der europäische Flugzeugbauer wird in diesem Jahr wohl zum dritten Mal in Folge mehr Flugzeuge ausliefern als der US-Rivale Boeing – der von 320 Maschinen ausgeht. Allerdings geht es auch Boeing besser. Der US-Hersteller legte ebenfalls am Mittwoch Zahlen für das zweite Quartal vor, und meldete einen deutlichen Umsatzanstieg und einen höheren Gewinn als ursprünglich erwartet, genauso wie viele neue Auftragseingänge.

Beide Flugzeugbauer sehen zur Zeit trotz der neuen Terroranschläge optimistisch in die Zukunft, sie rechnen mit deutlichen weiteren Zuwächsen. Vor allem die Billigflieger bestellen derzeit viele Flugzeuge – so hatte etwa der indische Billigflieger Indigo im Juli 100 Maschinen bei Airbus geordert. Aber auch bei Boeing sind wegen der großen Nachfrage aus dem Billigfluggeschäft die Bestellungen in die Höhe geschossen. Im kommenden Jahr geht Boeing deshalb von 395 Auslieferungen aus.

Die positiven Zahlen bei EADS dürften die Skepsis hinsichtlich des neuen Führungsduos beenden. Die endgültige Ernennung der beiden neuen Chefs hatte sich wegen interner Streitereien monatelang verzögert – Analysten hatten deshalb auch negative Auswirkungen auf das Geschäft befürchtet. fw

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