Wirtschaft : Aktien als Altersvorsorge

6.Deutscher Börsentag plädiert für private Absicherung

FRANKFURT (MAIN) (ddpADN). Die Teilnehmer des 6.Deutschen Börsentages haben sich für eine verstärkte Altersvorsorge durch Aktien und Pensionsfonds ausgesprochen.Der Geschäftsführer des Deutschen Aktieninstitutes (DAI), Rüdiger von Rosen, sagte am Freitag in Frankfurt (Main), man müsse sich von der unter Druck geratenen Altersversorgung durch Transferzahlungen aus dem Generationenvertrag trennen.Pensionsfonds nach angelsächsischem Muster seien ein Mittel zum Aufbau eigenen Vermögens, aus dessen Ertrag der Ruhestand finanziert werden könne.Dies sei gleichbedeutend mit einer zumindest partiellen Umstellung des Versorgungssystems auf ein Kapitaldeckungsverfahren.
Ohne eine verstärkte Anlage in Aktien sei eine "echte Altersvorsorge" auf betrieblicher und privater Basis nicht vorstellbar, hieß es weiter.Rosen fordert daher unter anderem die "weitgehende Privatisierung aller nicht notwendigerweise für unmittelbare Staatsaufgaben erforderlichen Unternehmen".
Für die Arbeitnehmer habe die Finanzierung der Altersvorsorge den Vorteil, daß die Pensionsleistungen vom betrieblichen Risiko gelöst würden.Dazu würden die Kosten der betrieblichen Altersversorgung sinken.Die Vorteile von Pensionsfonds für die Alterssicherung der Arbeitnehmer und die Finanzierungssicherheit der Unternehmen ließen sich allerdings nur erreichen, wenn dafür ein geeigneter steuerlicher Rahmen zur Verfügung stehe.
Kritische Anmerkungen machte Diethart Breitpohl, Vorstandsmitglied der Allianz AG, München.Er sagte, die Verfechter der privaten Altersvorsorge, zu denen auch sein Unternehmen gehöre, müßten sich bei allen positiven Ansätzen von der zukünftigen Rentnergeneration fragen lassen, ob es ihnen nicht in erster Linie darum gehe, über diese private Altersvorsorge andere Ziele erreichen zu wollen.Es müsse um die Altersversorgung gehen und nicht um Fragen wie "Was kann die Altersversorgung für den Finanzmarkt und die Aktienkultur tun?"

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