Albanien : Im Schatten Griechenlands

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Vor der Wende in Osteuropa galt Albanien als die grausamste kommunistische Diktatur in ganz Europa. Enver Hoxha regierte das Land 40 Jahre lang und führte es in die Isolation. Er starb 1985, sieben Jahre später stürzte die Regierung. 1992 übernahmen die Demokraten unter Sali Berisha die Regierung. 1997 löste ein Finanzbetrug massive soziale Unruhen aus und warf das Land in seiner Entwicklung zurück. In den letzten Jahren investierte Albanien stark in den Straßenbau, unterstützt von der Europäischen Union, deren Mitgliedschaft es 2009 beantragte. 50 Prozent der Albaner leben von der Landwirtschaft, das Bruttoinlandsprodukt ist mit 7490 Dollar pro Kopf eines der niedrigsten in Europa. Chancen liegen im Tourismus. Bisher trauen sich nur wenig Investoren nach Albanien. Noch immer ist offen, wem die Grundstücke gehören, die im Kommunismus enteignet wurden. Immer wieder gibt es politische Unruhen. 2009 gewann wieder Sali Berisha die Wahlen. Die Sozialisten werfen dem Ministerpräsidenten Wahlbetrug vor. Bei einer Demonstration im Januar wurden vier Menschen erschossen. Albanien leidet auch unter der Euro-Krise. Griechenland ist ein wichtiger Handelspartner, viele Albaner arbeiten dort.

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