Wirtschaft : Alexander Dibelius im Gespräch: Investmentbanker

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Sie sind die Macher im Hintergrund. Sie gelten als die Strippenzieher bei milliardenschweren Fusionen. Sie sind die Profiteure der Globalisierung: Investmentbanker. Die hochbezahlten und heftig umworbenen Spezialisten umgibt der Mythos von Geld, Macht und Skrupellosigkeit. Begehrt sind sie wie Fußballstars. Auch die großen Universalbanken mischen in dem lukrativen Geschäft mit Aktien, Anleihen und Fusionen mit. Dominiert wird der Markt der Mergers & Acquisitions (M&A) - also der Übernahmemarkt - indes von US-Investmenthäusern wie Morgan Stanley Dean Witter, Goldman Sachs und Merrill Lynch. Deutsche und Dresdner Bank waren erst nach Übernahmen von Bankers Trust oder Kleinwort Benson in der Lage, den aggressiv wachsenden US-Konkurrenten Paroli zu bieten. Edson Mitchell (Deutsche Bank), Leonhard Fischer (Dresdner Bank), Alexander Dibelius - die neuen Helden des Geldgewerbes sind gefragt. Die Dresdner Bank ließ sich die Treueprämien für ihre Investmentelite nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank eine Milliarde Mark kosten. Doch der Fusionsmotor ist ins Stottern geraten. Bis Mitte November betrug der Wert aller angekündigten Fusionen und Übernahmen mit europäischer Beteiligung zwar immerhin 888 Milliarden Dollar (Vorjahreszeitraum: 849 Milliarden Dollar). Doch nach den großen Zusammenschlüssen der Telekom-Konzerne verliert der Markt an Dynamik. Schlechte Nachrichten also für Investmentbanker. Alexander Dibelius ist anderer Meinung.

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