Wirtschaft : Alle Jahre wieder höhere Preise

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BAUM

Die ersten einheimischen Nordmanntannen sind gefällt, da werden die beliebten Weihnachtsbäume schon wieder rar. „Das knappe Angebot erklärt sich durch den Spätfrost im Frühjahr“, sagt Hans Ludwig Körner, Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW). Die eisigen Temperaturen hätten den Tannennadeln zugesetzt. „Die braune Färbung macht die Bäume unansehnlich“, erklärt Körner. Deshalb liegt der Durchschnittspreis für Nordmanntannen mit 15 Euro pro laufendem Meter um etwa zehn Prozent höher als im Vorjahr. Auch Blaufichten sind mit zehn bis zwölf Euro pro Meter und Rotfichten mit acht bis zehn Euro pro Meter etwas teurer als im Vorjahr. mkö

BRATEN

Egal ob Gans, Pute oder Rind – der Braten zum Festtag wird in diesem Jahr teurer. Besonders die Geflügelbranche hat nach Gammelfleischskandal und Vogelgrippe ein schweres Jahr hinter sich. Nach Auskunft der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle ZMP könnten besonders Gänse deutscher Züchter knapp werden. Daher würden noch mehr Tiere aus Polen und Ungarn importiert. Derzeit liegt der Durchschnittspreis pro Kilo bei sechs Euro, doch rechnet die ZMP kurz vor den Festtagen mit einem Preisanstieg auf bis zu 11,50 Euro. Auch beim Rinderbraten zahlen Verbraucher mehr. Mit 7,50 Euro pro Kilo liegt der Preis für den Braten in diesem Jahr um rund sieben Prozent über dem Vorjahrespreis. ibr

KERZEN

Mehr Geld ausgeben muss auch, wer Wohnung und Weihnachtsbaum mit Kerzen schmücken will. Der Grund ist der stark gestiegene Preis für Rohöl, aus dem das Paraffin für die Kerzenherstellung gewonnen wird. Da das teure Paraffin auch durch Stearin oder andere Pflanzenfette ersetzt werden kann, ist der Preisaufschlag nicht so dramatisch wie beim Öl. Im Schnitt etwa fünf Prozent teurer als im Vorjahr seien die Kerzen diese Saison, heißt es bei der Gütegemeinschaft Kerzen. vis

SCHOKOLADE

Den 250-Gramm-Weihnachtsmann aus Milchschokolade bekommt man dagegen nach wie vor für einen Preis ab 89 Cent beim Discounter, sagt Hans Strohmaier, Geschäftsführer des Süßwarenverbands Sweets Global Network. Mehr bezahlen muss man dagegen für alles, wo Nüsse verarbeitet sind. Der Haselnusspreis ist – unter anderem wegen einer schlechten Ernte in der Türkei – im vergangenen Jahr von fünf auf zehn Euro pro Kilo gestiegen, im Moment liegt er immer noch bei acht Euro. Auch Gebäck ist zwei bis drei Prozent teurer geworden, sagt Strohmaier. Grund sei der seit Frühjahr um etwa 25 Prozent gestiegene Mehlpreis. „Die Bauern hatten keine gute Ernte und verkaufen ihr Getreide lieber an Biogasanlagen, da bekommen sie mehr Geld“, sagt der Experte für Süßes. vis

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