Wirtschaft : Amerikaner betrachten Übernahme als Langfrist-Strategie

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Die Robert Bosch GmbH, Stuttgart, verkauft ihren Bereich Private Telekommunikationsnetze an die US-Finanzgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co L.P. (KKR). Nach Mitteilung des Stuttgarter Unternehmens wird KKR das weltweite Geschäft auf dem Gebiet der Privaten Netze übernehmen mit Ausnahme der Versicherungsdienstleistungen. Der Bosch-Bereich zählt 150 000 Kunden und kommt auf einen Umsatz von rund zwei Milliarden Mark. An den vier Standorten Frankfurt(Main), Limburg, Salzgitter und dem französischen Montceau-les-Mines arbeiten insgesamt rund 9000 Personen.

Vor einigen Wochen hatte Bosch bereits die Trennung von den Telekombereichen Öffentliche Netze und Endgeräte bekannt gegeben. Die Öffentlichen Netze werden an die britische Marconi verkauft, die Übertragung des Bereichs Endgeräte an Siemens steht angeblich kurz vor der Unterzeichnung. Noch offen ist angeblich, ob Siemens auch das erst 1998 eröffnete Werk Pandrup in Dänemark mit knapp 1800 Beschäftigten übernimmt oder lediglich die Entwicklungsabteilung. Dauerhaft behalten will Bosch dagegen die drei Produktbereiche Breitbandnetze, Raumfahrttechnik und Sicherheitstechnik mit einem Gesamtumsatz zwischen einer und zwei Milliarden Mark.

KKR hat in den Vereinigten Staaten bereits einige Telekom-Unternehmen übernommen und betrachtet den Kauf des Bosch-Bereichs als langfristiges Engagement. In Deutschland kaufte KKR vor kurzem den Bereich Kassensysteme vom Münchner Siemens-Konzern.

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