Wirtschaft : An Gesetze zu glauben,ist politisch naiv

Anti-Euro-Kurs für 500 Mill.DM/Interview mit dem Euro-Gegner Bolko Hoffmann

Der Gründer und Chefredakteur des Düsseldorfer Effecten-Spiegel, Bolko Hoffmann, heizt die Anti-Euro-Stimmung im Lande an.Unter dem Titel "Kohl treibt uns mit seinem Euro-Wahn immer tiefer in die Wirtschaftskrise" propagiert der 59jährige Diplomkaufmann in ganzseitigen Anzeigen seit März die Ablehung der gemeinsamen Währung.Mit ihm sprach Martina Ohm. TAGESSPIEGEL: Herr Hoffmann, was bezwecken Sie mit ihrer Kampagne? HOFFMANN: Wir wollen den Euro verhindern.Unsere 8000 Aktionäre haben uns mehrfach darum gebeten und auf der letzten Hauptversammlung den Auftrag dafür gegeben. TAGESSPIEGEL: Ihre Gesellschaft ist eine börsennotiere AG.Wie hat der Kurs seit März reagiert? HOFFMANN: Gar nicht, das heißt nicht negativ.Aber die ganze Börse hat sich ja positiv entwickelt. TAGESSPIEGEL: Sie sprechen vom Euro-Wahn, was meinen Sie damit? HOFFMANN: Es ist doch ein Wahnsinn, was gemacht wird.So wie der Kanzler auch die blühenden Landschaften versprochen hat.Das zeigt doch, daß in Bonn keiner von Ökonomie Kenntnis hat... TAGESSPIEGEL Das ist sehr pauschal formuliert.Wie begründen Sie Ihre These vom Euro als Krisenkatalysator ? HOFFMANN: Ökonomisch gibt es nichts Positives, was für den Euro spricht.Nehmen Sie die Rentner.Die werden durch den Euro zum Sozialfall. TAGESSPIEGEL: Sie wollen aufklären, also erklären Sie das bitte. HOFFMANN: Die Inflationsrate steigt doch.Es wird nicht gelingen, die harte Geldpolitik, die wir haben, in Zukunft durchzusetzen. TAGESSPIEGEL: So ist es aber vertraglich fixiert... HOFFMANN: Es ist doch politisch naiv daran zu glauben, daß das Gesetz nicht geändert wird.

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