Wirtschaft : Arbeitnehmer: Polen wollen keine Übergangsfristen

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Gegen eine Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit hat sich der polnische Wirtschaftsminister, Janusz Steinhoff, am Montag im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) und der Wirtschafts- und Handelsabteilung der polnischen Botschaft ausgesprochen. Zum Auftakt der so genannten "Polnischen Woche", die zum wiederholten Male in Berlin stattfindet, erklärte Steinhoff, Übergangsfristen könnten die Ängste eher noch stärken. Wissenschaftlichen Studien zufolge sei im Rahmen einer ersten EU-Erweiterung aus fünf Ländern zunächst mit zwischen 120 000 und 150 000 Zuwanderern jährlich zu rechnen; später dann nur noch mit 75 000 im Jahr. Dies sei angesichts von 38 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland beziehungsweise 170 Millionen Arbeitnehmern EU-weit kein Drama. Nach Ansicht von Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe könnten flexible Übergangsfristen allerdings Ängste vor Billigkonkurrenz dämpfen.

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