AUF REKORDJAGD : Lufthansa peilt 1,4 Milliarden Euro Gewinn an

Mitten im Streik hat die Lufthansa in Frankfurt am Main Zahlen zum ersten Halbjahr 2008 vorgelegt und einen Ausblick für das Gesamtjahr gegeben: Demnach dürften der hohe Ölpreis, die Konjunkturabschwächung und die laufenden Streiks ihre Spuren hinterlassen. Das Ergebnis zum Jahresende dürfte niedriger ausfallen als im Rekordjahr 2007. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber und Finanzchef Stephan Gemkow halten zwar an ihrer Prognose fest, dass die Lufthansa wieder ein Betriebsergebnis von rund 1,4 Milliarden Euro erreichen kann. Dabei sind aber die Streikkosten und mögliche Umsatzausfälle nicht berücksichtigt. Analysten schätzen, dass der Aufwand bei rund fünf Millionen Euro pro Tag liegt. Eine Konsequenz gibt es bereits: Für den Passagierbetrieb hat der Vorstand einen Einstellungsstopp verordnet, der möglicherweise rasch auf alle Geschäftsbereiche ausgedehnt wird.

Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr sein Betriebsergebnis bei einem Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro (plus 20 Prozent) um 45 Prozent auf 705 Millionen Euro steigern. Allein 152 Millionen steuerte die Swiss bei. Der Konzerngewinn allerdings schrumpfte um 60 Prozent auf 402 Millionen Euro. Grund: Im ersten Halbjahr 2007 hatte ein Gewinn von rund einer halben Milliarde Euro aus dem Verkauf des Reiseveranstalters Thomas Cook das Ergebnis aufgebläht. Der Vorstand kündigte ein zusätzliches Sparprogramm mit einem Volumen von 250 Millionen Euro an. Dabei geht es um Treibstoffeinsparung, um günstigere Konditionen bei den Lieferanten und auch um die Einstellung einzelner Strecken und die Stilllegung von Jets zum Winterflugplan. ro

0 Kommentare

Neuester Kommentar