Wirtschaft : Automobilindustrie: Mit Vollgas

Die deutsche Autoindustrie trumpft zum Start der 59. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt mit neuen Spitzenresultaten auf. Trotz weltweiter Konjunkturflaute bleiben Autos "Made in Germany" im Ausland ein Renner. Und sogar das bislang schwache Inlandsgeschäft scheint langsam auf dem Weg der Besserung. Im August erzielte Deutschlands Schlüsselbranche mit 422 400 gefertigten Kraftfahrzeugen einen Produktionsrekord. Dies berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag.

Allein die Personenwagen-Fertigung schnellte binnen Jahresfrist um rund 21 Prozent auf 391 200 Einheiten in die Höhe. Dabei ist allerdings die unterschiedliche Lage der Werksferien in diesem und dem vergangenen Jahr zu berücksichtigen. Die beiden Urlaubsmonate Juli und August zusammengefasst stand aber noch ein beachtliches Produktionsplus von acht Prozent auf 754 000 Autos zu Buche.

Seit Jahresbeginn rollten 3,56 Millionen Pkw/Kombi von den Bändern - sieben Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2000. Inklusive Nutzfahrzeugen stieg die Gesamtproduktion um acht Prozent auf 3,82 Millionen Einheiten.

"Es zeigt sich, dass wir die entscheidende Stütze der deutschen Wirtschaft sind", kommentierte VDA-Präsident Bernd Gottschalk die Resultate. Der Branchenverband rechnet ungeachtet der allgemeinen Konjunkturschwäche 2001 in der Autoindustrie mit einem Rekordumsatz von mehr als 400 Milliarden Mark. Getragen von den Verkaufserfolgen im Ausland dürfte das Vorjahresergebnis von rund 369 Milliarden Mark um etwa zehn Prozent übertroffen werden. Die glänzende Nachfrage nach deutschen Fahrzeugen wirkt sich außerdem positiv auf die Beschäftigung aus. Die Branche zählt derzeit rund 767 000 Arbeiter und Angestellte. Das sind fast drei Prozent mehr als vor einem Jahr.

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