Axel Springer AG : Ein internationales Medienunternehmen

Das Unternehmen Axel Springer wurde 1946 gegründet und ist heute Deutschlands größtes Zeitungshaus sowie ein führendes internationales Medienunternehmen mit mehr als 150 Zeitungen und Zeitschriften in 27 Ländern und etwa 10.700 Mitarbeitern.

Berlin (05.08.2005, 13:20 Uhr) - In Deutschland erreichen die Publikationen laut eigenen Angaben täglich mehr als 35 Millionen Menschen.

Der Konzern hat seinen Sitz in Berlin sowie Verlagszentralen in Hamburg und München. Vorstandschef der Axel Springer AG ist Mathias Döpfner, zum Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden Giuseppe Vita gehört unter anderem auch Friede Springer, die Witwe des 1985 gestorbenen Verlagsgründers Axel Springer.

2004 erzielte das Unternehmen trotz der schwierigen Lage auf dem Medienmarkt das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Der operative Gewinn stieg nach der Bereinigung um Sondereffekte auf 335,8 Millionen Euro (Vorjahr: 215,4 Millionen). Der Umsatz legte um 3,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Der Konzern ist seit 1985 eine börsennotierte Aktiengesellschaft.

Flaggschiffe des Unternehmens im Printbereich sind die Boulevardblätter «Bild» und «Bild am Sonntag» mit Millionenauflagen. Überregional werden auch die Tageszeitungen «Welt» und «Welt am Sonntag» vertrieben. Regionale Blätter wie «Hamburger Abendblatt» und «Berliner Morgenpost» ergänzen den Printbereich. Im Zeitschriftensektor erscheinen unter anderem die Programmzeitschrift «Hörzu» und Jugendzeitschriften wie «Mädchen» und «Yam!».

Seit 1967 besitzt Springer eine Unternehmensverfassung mit fünf «Essentials», die Grundlage für die publizistische Ausrichtung des Unternehmens sind. Dazu gehören das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland, das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen mit der Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes, die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die «Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika», die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus und die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.

Die 2003 in Kraft gesetzten Leitlinien der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer behandeln unter anderem die Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Texten sowie zwischen privaten und geschäftlichen Interessen der Redakteure. (tso)

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