Wirtschaft : Axel Springer: Verlag profitiert vom hohen Anzeigenvolumen

Angetrieben durch hohe Anzeigenzuwächse hat der Axel Springer Verlag seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2000 fortgesetzt. Der Jahresüberschuss erhöhte sich bis zur Jahresmitte um knapp zehn Prozent auf 158 Millionen Mark, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das operative Konzernergebnis nahm den Angaben zufolge um 7,3 Prozent auf 249 Millionen Mark zu. Der Umsatz habe um 9,5 Prozent auf über 2,7 Milliarden Mark zugenommen. Für das Gesamtjahr stellte Springer trotz hoher Anlaufkosten für den Ausbau seiner Internetaktivitäten ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe in Aussicht. 1999 hatte der Gewinn bei 295 Millionen Mark gelegen.

Vorstandschef August Fischer hob hervor, das Kerngeschäftsfeld Print sei weiter erfolgreich ausgebaut und die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben worden. Zugleich seien in den Bereichen Internet und Multimedia entscheidende Weichenstellungen vorgenommen worden. Für den Ausbau des Zeitungs- und Zeitschriftenbereichs sowie die Entwicklung neuer multimedialer Geschäftsmodelle plant Springer den Angaben zufolge Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe und will innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre bis zu 300 neue Arbeitsplätze schaffen.

Bei den Wirtschaftstiteln ragte erneut "Euro am Sonntag" mit einer Verdoppelung der Auflage auf 190 000 Exemplare hervor. Das Wirtschaftsmagazin "Finanzen" steigerte seine verkaufte Auflage um 70 Prozent auf 142 000 Exemplare. Die verkaufte Auflage des seit April erscheinenden wöchentlichen Magazins "Aktienresearch" liege bei 45 000, hieß es. Der Gesamtumsatz der Zeitungen stieg um 6,6 Prozent auf 1,52 Milliarden Mark. Überdurchschnittliche Auflagenzuwächse hätten die Tageszeitung "Die Welt" mit plus 7,5 Prozent und die Wochenzeitung "Welt am Sonntag" mit plus 4,7 Prozent erzielt. Die Anzeigenerlöse hätten sich um 11,6 Prozent auf 916 Millionen Mark erhöht, wozu "Bild", "Welt", "Welt am Sonntag", "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt" mit zweistelligen Zuwachsraten beigetragen hätten.

Die Zeitschriften steigerten ihre Umsatzerlöse um 7,6 Prozent auf 701 Millionen Mark. Deren Anzeigenerlöse seien um 6,4 Prozent auf 297 Millionen Mark gestiegen. Dazu hätten mit Ausnahme der Programmzeitschriften alle Zeitschriften beigetragen.

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