BAHNINTERN : Stellenabbau und Bespitzelung

ANGST UM STELLEN

Einige hundert Bahn-Beschäftigte wollen am Montag vor dem Roten Rathaus in Berlin gegen den drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze protestieren. Hintergrund ist die Ausschreibung des Schienenverkehrs auf Regionalstrecken in Berlin und Brandenburg. Die Ausschreibung erfolgt in vier Losen. Transnet zufolge darf sich dabei ein Bieter nicht gleichzeitig auf die beiden lukrativen Regionalstrecken Magdeburg-Brandenburg/Havel-Frankfurt (Oder) und Stendal-Rathenow-Cottbus bewerben. Auf diesen Strecken gibt es insgesamt 770 Arbeitsplätze. Verluste an Jobs beim bisherigen Betreiber, der DB Regio, seien wahrscheinlich. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hatte die Losaufteilung damit begründet, dass die Monopolstellung eines einzelnen Unternehmens aufgelöst werden sollte. Bisher wird etwa 80 Prozent des Regionalstreckennetzes in Berlin und Brandenburg von der DB Regio AG betrieben.

ÄRGER ÜBER SPITZEL

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben angesichts der Datenschutzaffäre eine umgehende Sondersitzung des Aufsichtsrates gefordert. In der Belegschaft herrsche große Unruhe. Die bisherigen Erklärungen reichten nicht aus. „Wir erwarten nach wie vor, dass der Konzernvorstand die betroffenen Mitarbeiter endlich informiert“, erklärten die Gewerkschaftsvorsitzenden am Wochenende. Das verlangte am Sonntag auch SPD-Fraktionschef Peter Struck. „Es ist ein unmöglicher Vorgang, für den Herr Mehdorn möglichst schnell auch die Entschuldigung finden sollte gegenüber den Mitarbeitern“ sagte Struck in der ARD. Die Bahn wirft unterdessen dem Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix „Geheimnisverrat und Befangenheit“ vor und fordert den Rückzug Dix’s aus dem Verfahren. ddp

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