Wirtschaft : Bahnservice serviert Fleisch von glücklichen Tieren - für glückliche Kunden

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Von glücklichen Kunden kann bei der Deutschen Bahn derzeit keine Rede sein. Dafür bemüht sich das Unternehmen um glückliche Tiere - die sie nach dem Tode auf die Teller der Bahnreisenden bringt. Was seit Juni getestet wurde, wird nun zur Dauereinrichtung: Gerichte aus ökologischer Erzeugung in den Zugrestaurants. Die Mitropa, zuständig für die Bewirtschaftung in den Speisewagen, wird künftig auf allen ICE-, InterCity- und EuroCity-Strecken ein monatlich wechselndes Öko-Essen anbieten. Basis der "kulinarischen Initiative" ist eine Kooperation der DB Reise & Touristik, der Mitropa, des Öko-Anbauverbands Bioland und der Umweltstiftung WWF Deutschland. Die Initiatoren sehen in der Aktion eine Chance, die Bio-Produkte wegzubringen vom "Müsli-Image" und einer breiten Masse zugänglich zu machen.

"Wir wollen die Bereitschaft der Menschen fördern, öfter mal zu Produkten des ökologischen Landbaus zu greifen", sagte Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Projekts. Der in der Testphase im Juni angebotene Bioland-Gemüseteller mit Spätzle hatte unerwartet großen Anklang bei den Kunden der Deutschen Bahn gefunden: Statt der geplanten 12 000 bis 15 000 Essen wurden in dem einen Monat 18 000 Gerichte verkauft. Im September steht nun "Fruchtiges Kürbisgemüse mit Kartoffeln und Rindfleisch" auf der Speisekarte - für 16,80 Mark. Das Oktober-Angebot: "Feines Pilzragout mit Möhrchen, Lauch und Bandnudeln" und "Topfencreme mit karamelisierten Apfelspalten".

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