Wirtschaft : Bananen aus Ecuador, Äpfel aus Niedersachsen

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von gut einer Million Tonnen Obst, die im Jahr 2003 in den deutschen Handel kam, waren Äpfel. Nicht mitgezählt sind dabei unzählige Äpfel von Streuobstwiesen, die als Futter oder zur Weiterverarbeitung genutzt werden. Auch die Früchte, die Privatleute anbauen, sind in der Statistik der Zentralen Markt und Preisberichtsstelle (ZMP) nicht enthalten. Erdbeeren nahmen nach den Äpfeln im vergangenen Jahr den zweiten Platz unter den heimischen Obstsorten ein. Mit 95000 Tonnen fiel die Menge allerdings gering aus. Danach folgten Birnen, Pflaumen und Süßkirschen. Die Produktionsmenge der besonders witterungsempfindlichen Kirschen ist starken Schwankungen unterworfen. Wurden im Jahr 2000 beispielsweise 42000 Tonnen Süßkirschen auf den Markt gebracht, waren es zwei Jahre später nur noch 27000 Tonnen. Mit Abstand größtes Obstanbaugebiet in Deutschland ist das sonnenverwöhnte Baden-Württemberg. Im langjährigen Durchschnitt kommt rund ein Drittel des Gesamtangebotes aus dem Bundesland im Südwesten. Zweitwichtigstes Liefergebiet ist Niedersachsen, wo im Schnitt 20 Prozent der deutschen Ernte eingefahren werden. An dritter Stelle folgt Sachsen.

Wichtigstes Importobst ist die Banane . Mit 1,2 Millionen Tonnen wurden 2003 mehr Bananen nach Deutschland eingeführt, als Äpfel angebaut wurden. Allerdings wurden auch 700000 Tonnen Äpfel importiert, hauptsächlich aus Europa. Die wichtigsten Bananen-Anbauländer sind Brasilien, Indien und Thailand. Die wichtigsten Exportländer sind jedoch Ecuador, Costa Rica und Kolumbien . Bananen können im tropischen Klima das ganze Jahr über geerntet werden und haben somit immer Saison. Gleiches gilt für Orangen, von denen voriges Jahr 564000 Tonnen eingeführt wurden. Von November bis Mai sind die Hauptverkaufsmonate europäischer Orangen, von Juni bis Oktober stammt die Frucht von der Südhalbkugel. avi

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