Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Spektakuläre Projekte des Klaus Groth

Gerüchte gab es manche, um die Lauterkeit von Klaus Groth: Über Abrechnungsfehler bei Bauprojekten in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin oder über seine Nähe zur CDU. War es ein Zufall, dass er sich das Grundstück Tiergarten-Dreieck sichern konnte und dass sich dort heute die Parteizentrale der Christdemokraten befindet?

Sicher ist, dass Groth ein schier unermüdlicher Unternehmer ist und spektakuläre städtebauliche Projekte in Berlin und Potsdam verwirklichte. Dokumentiert sind in seiner Leistungsbilanz seit 1982 etwa das Millionen-Projekt Kirchsteigfeld in Potsdam: Ein Wohnquartier für 7500 Menschen, das als städtebaulicher Vertrag zustande kam. Fast doppelt so groß das Projekt Karow-Nord: Auf einer Grundstücksfläche von 97 Hektar sahen die Pläne eine Siedlung für 15 000 Menschen vor. Die US-Architekten Moore, Ruble, Yudell entwarfen dies ebenso wie das Glienicker Horn. Doch dort machten Preise über 10 000 Mark pro Quadratmeter für das entstehende Wohneigentum einen zügigen Verkauf schwierig. Auch bei anderen Immobilien, darunter das Wohn- und Geschäftshaus der Grundkreditbank, standen Flächen über längere Zeit leer. Das schürte Gerüchte um finanzielle Engpässe des inzwischen zur Groth-Gruppe umfirmierten Unternehmens.

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