Wirtschaft : Bayer bleibt in Einkaufslaune Pharmakonzern übernimmt US-Firma

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Berlin - Nach dem milliardenschweren Verkauf der Diagnostiksparte an Siemens in der vergangenen Woche hat Bayer jetzt wieder ein Unternehmen dazugekauft – und damit seine Diabetessparte gestärkt. Das privat geführte Unternehmen Metrika mit Sitz in Kalifornien produziert und vertreibt Geräte zur Blutzuckermessung, wie Bayer am Donnerstagabend in Leverkusen mitteilte. Details zum Umsatz und dem Wert der Akquisition nannte der Pharma- und Chemiekonzern, der Schering für 17 Milliarden Euro übernehmen will, nicht.

Der Markt mit Produkten für Diabetiker wächst sehr stark, weil immer mehr Menschen als Folge von Übergewicht an Diabetes erkranken. Auch Bayer konnte den Umsatz mit Diabetesprodukten im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 718 Millionen Euro steigern.

Die Bayer-Aktie war am Freitag mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 36,31 Euro Spitzenreiter im Börsenindex Dax. Dafür machten Branchenbeobachter aber nicht den kalifornischen Kauf, sondern eine positive Studie der Investmentbank Morgan Stanley verantwortlich.

Bayer hat unterdessen an der Börse auch weitere Schering-Aktien gekauft. Aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Freitag geht hervor, dass der Anteil auf 88,74 Prozent aufgestockt wurde. Die Aktien, die Bayer im Rahmen der nachträglichen Übernahmefrist von Schering-Aktionären gekauft hat, sind dabei noch nicht berücksichtigt. Ob der Konzern die nötigen 95 Prozent erreicht hat, die er braucht, um Schering-Aktionäre zwangsabzufinden, will Bayer erst in wenigen Tagen bekannt geben. pet

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