Wirtschaft : Beim Telefonieren bares Geld sparen

BERLIN (dw).Beim Telefonieren Geld zu sparen, ist einfach: Wählen Sie vor einem Ferngespräch die fünfstellige Netzvorwahl eines Anbieters und danach die bekannte Nummer einschließlich Vorwahl.Nach diesem sogenannten Call-by-Call-System können Sie sich vor jedem Ferngespräch neu für den jeweils günstigsten Anbieter entscheiden.Beispiel: Wenn Sie morgens um 9 Uhr ins Umland (bis 50 Kilometer) telefonieren, könnten Sie "01070" vorwählen.Sie sprechen dann sehr günstig mit Mannesmann Arcor für nur 15 Pfennig pro Minute.Möchten Sie am Abend nach 18 Uhr von Berlin aus in München anrufen, dürften Westcom und Tele 2 mit wiederrum 15 Pfennig pro Minute konkurrenzlos billig sein.Telefonieren Sie nachts ab 2 Uhr, gehört die Telekom mit 7,5 Pfennig pro Minute zu den Favoriten.

Besonders einfach ist der Anbieterwechsel zu vier Firmen: Arcor, Mobilcom, Otelo, Teldafax.Dort muß man sich nicht registrieren lassen, kann direkt drauflos wählen.Es kann aber durchaus sinnvoll sein, seine Anschrift unter der angegebenen Info-Hotline kurz registrieren zu lassen.Nur so kann man einige supergünstige Angebote (Beispiel: Tele 2 am Wochenende für 10 Pfennig pro Minute) nutzen.Die Registrierung ist kein Vertragsabschluß: Man kann sich bei mehreren Call-by-Call-Anbietern anmelden und hat immer noch die freie Auswahl.

Achtung: Die freie Wahl des Anbieters gibt es allerdings nur bei Ferngesprächen.In Berlin bietet nur die Deutsche Telekom Ortsgespräche an.Ein kompletter Wechsel ist für Berliner also nicht möglich.Im Nahbereich gibt es noch eine Besonderheit: Der City-Tarif der Deutschen Telekom gilt nicht nur für den eigentlichen Ortsbereich, sondern auch für Gespräche ins nähere Umland (Faustregel: rund 25 Kilometer über die Stadtgrenze hinaus).Wer also zum Beispiel oft von Zehlendorf nach Potsdam telefoniert, wählt zwar wie bei einem Ferngespräch eine Ortsnetzvorwahl (0331 für Potsdam), zahlt aber tatsächlich nur den City-Tarif.Fazit: Für Kunden, die fast ausschließlich in den Nahbereich telefonieren, dürfte der Wechsel zu einem neuen Anbieter kaum lohnen.Allerdings haben einige Firmen mit eigenen "Nahtarifen" auf den City-Tarif der Telekom reagiert.Auskünfte gibt es bei den Info-Hotlines.

Kunden, die sich an einen bestimmten Ferngesprächs-Anbieter "gewöhnt" haben, dürften es bald leid sein, vor jedem Gespräch dessen fünfstellige Netzvorwahl einzugeben.Preselection bietet Abhilfe.Wer dieses Angebot wahrnimmt, wird bei jedem Ferngespräch automatisch auf den gewählten Anbieter umgestellt.Zudem winken Rabatte: Die Preselection-Kunden von Debitel können etwa jeden Tag zur "Happy-Hour" zwischen 21 und 22 Uhr für sieben Pfennig pro Minute Ferngespräche führen.Bei der Telekom - bei der jeder "preselected" ist, der nicht wechselt - gibt es ab der elften Minute bei allen Orts-, Fern- und Auslandsgesprächen einen zehnprozentigen Rabatt.Bei Preselection-Verträgen sollte man auf Mindestumsätze und Vertragslaufzeiten achten.

Die Tabellen, ergänzt um Auslandstarife, finden Sie auch im Angebot des Tagesspiegel Online

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