BERLIN, aber oho : Barletta-Eis

Francesco Barletta entwickelt Eisssorten. Gut 90 hat er im Angebot, mit denen er rund 800 Eiscafés in Berlin beliefert.

Ulrich Goll
Francesco Barletta (43) Foto: Ulrich Goll
Francesco Barletta (43)Foto: Ulrich Goll

Chef: Francesco Barletta (43)
Branche: Produktion
Mitarbeiter: 35
Gründungsjahr: 1994
Firmensitz: Kreuzberg

Wenn Francesco Barletta eine neue Eissorte entwickelt, braucht er Kinder: „Wenn Sie ein Kind fragen, ob es schmeckt oder nicht, sagt es immer die Wahrheit“, meint er. Der 43-Jährige hat einen Zulieferbetrieb für Eisdielen aufgebaut. „Wer ein Café aufmacht und keine Ahnung hat, kommt zu uns. Wir liefern ihm alles von der Waffel bis zur Kaffeemaschine und schulen ihn“, sagt Barletta. Sein Umsatzbringer ist das Eis: 90 Sorten hat er im Sortiment. Jedes Jahr kommen welche dazu, andere verschwinden. Für diese Saison hat er sich auch Chai-Latte und Holunder-Erdbeere ausgedacht. Der Berliner beliefert über 800 Eiscafés. Er weiß was die Deutschen mögen. Cookie- Eis ist neben Schokolade und Vanille sehr beliebt. Aber auch Karamell mit Meersalz, Dunkelschokolade mit Chili, Pistazie, Joghurt-Feige und indische Mango verkaufen sich sehr gut, sagt er. Barletta verschlug es zufällig nach Berlin: „Ich kam, als die Mauer noch stand, um Urlaub zu machen – lernte hier meine Frau kennen und blieb.“ Der Italiener sprach kaum Deutsch. Er rätselte, was er hier beruflich machen könnte. „Dann kam mir die Idee mit dem Eis.“ Schon in seiner Heimat Apulien hatte er in Eiscafés gejobbt. Seine erste Eisdiele eröffnete er 1992, heute besitzt er drei, in denen er sein eigenes Eis verkauft.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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