BERLIN, aber oho : Djulo

Selbst genähte Stofftiere, die in den Schlaf wiegen können: Yvonne Sundag näht Spieluhren in handgefertigte Kuscheltiere.

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Yvonne Sundag in mit einer tierischen Spieluhr.
Yvonne Sundag in mit einer tierischen Spieluhr.Foto: Jessica Tomala

Kuschelige Spieluhren in Form von Ameisenbären, Elefanten, Walen, Kraken, Schildkröten oder Robben gibt es bei „Djulo“. Yvonne Sundag näht die Kuscheltiere selbst in ihrer Wohnung in Treptow. Etwa anderthalb Stunden braucht sie für ein Tier, das sich die Kunden nach eigenen Wünschen zusammenstellen können. „Auf meiner Internetseite gibt es die Möglichkeit, aus vier verschiedenen Außenstoffen und acht Innenstoffen zu wählen“, sagt Sundag, die Visuelle Kommunikation in Enschede studiert hat.

Die Spieluhren, die Sundag in die Kuscheltiere einnäht, bezieht die 34-Jährige von einem Berliner Geschäft. Aus sechs Musikstücken kann man sich außerdem die Melodie der Spieluhr aussuchen. Neben klassischen Schlafliedern wie „Guten Abend, gute Nacht“, „Schlaf Kindlein, schlaf“ oder „La Le Lu“, können die Spieluhren auch die Titelmelodie von „Forrest Gump“ oder „What a Wonderful World" von Louis Armstrong abspielen. Die Zugschnur der Spieluhr ist nicht sichtbar, sondern wird zum Beispiel in den Rüssel des Elefanten eingenäht. Knapp 50 Euro kostet ein handgenähtes Kuscheltier. Bestellungen nimmt Sundag per E-Mail entgegen. Ihre Produkte bietet sie auf Verkaufsplattformen im Internet sowie in zwei Geschäften in Kreuzberg an. Seit Kurzem macht Sundag außerdem aus alten Bildern lustige Postkarten. „Von einer Freundin habe ich ziemlich viele schwarz-weiß Bilder bekommen, die ihr Opa und sogar ihr Uropa gemacht haben“, sagt Sundag. „Ich verschönere die Bilder dann mit kleinen bunten Tieren, die ich mit Photoshop reinmontiere.“

Chefin: Yvonne Sundag (34)

Branche: Handel

Gründungsjahr: 2010

Homepage: www.djulo.de


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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