BERLIN, aber oho : Double Eye

Arno Schmeils Kaffee lockt und die Berliner kommen zahlreich: Vor seinem Café bilden sich manchmal lange Schlangen. Denn hier röstet er selbst.

Ulrich Goll
Arno Schmeil Foto: Ulrich Goll
Arno SchmeilFoto: Ulrich Goll

Vor dem Double Eye in Schöneberg bilden sich oft Schlangen. Was da lockt, ist der Geruch frischen Kaffees. Nicht irgendeiner: Verantwortlich für diesen Kaffee ist Arno Schmeil, zweifacher Barista-Weltmeister. Der studierte Ingenieur arbeitete früher einmal als Bauleiter. Dann machte er sich im Jahr 2001 selbstständig – mit beachtlichem Erfolg, wie die Schlangen zeigen. Doch Geld war nie sein wirklicher Anreiz, Angebote von Investoren lehnte er schon mehrmals ab. „Meine Leidenschaft für Kaffee blieb für mich immer das Wichtigste“, sagt er. Heute steht Schmeil meist im Nebenraum des Cafés an einer Röstmaschine, seine Kaffeebohnen können die Gäste auch kaufen. Im Inneren des Cafés erzählen Fotos an Wäscheleinen, woher die Bohnen kommen. Schmeil nimmt sie selbst auf bei alljährlichen Besuchen auf den Kaffeefarmen. Er baute den Laden auch selbst nach eigenen Ideen aus. Und der Name „Double Eye“? „Früher gab es mal einen Spruch: Wenn etwas richtig cool war, kriegste ein Auge“, sagt Schmeil. „Und wenn es besonders cool war, ein Doppelauge – auf Englisch: Double Eye.“

Chef: Arno Schmeil (47)

Branche: Rösterei und Café

Mitarbeiter: 12

Gründungsjahr: 2001

Firmensitz: Akazienstraße 22, Schöneberg

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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