BERLIN, aber oho : Hüttenpalast

Sie heißen "Dübener Ei“, „Friedel“ oder „Heartbreaker: Sie sind Wohnwagen und wer im "Hüttenpalast" absteigt, kann in ihnen übernachten.

Thomas Walbröhl
Sarah Vollmer (links) und Silke Lorenzen Foto: huettenpalast.de
Sarah Vollmer (links) und Silke LorenzenFoto: huettenpalast.de

Eine ehemalige Industriehalle in Neukölln: Hohe Decken und ein Steinfußboden, in den sich Spuren schwerer Maschinen gegraben haben. Wo in den 50er Jahren Staubsauger montiert wurden, kann man heute im Caravan die Nacht verbringen. Ringsum stehen Möbel wie aus Großvaters Jugendzimmer und ein halbes Dutzend individuell gestalteter Wohnwagen: Mal braun gestreift, mal weiß, mal vom Streetart-Künstler bepinselt. Dahinter steckt Sarah Vollmer, der kreative Kopf des Teams und eine der beiden Chefinnen von Hüttenpalast. „Hier ist man vor Regen sicher“, wirbt sie. „Schon Duschen und Toiletten sind etwas anderes als auf dem klassischen Campingplatz. Die haben wir frisch renoviert.“

In dem Gastbetrieb zwischen Hotel und Campingplatz arbeiten sechs feste Mitarbeiter und zwei im Housekeeping. Für eine Nacht im Caravan zahlen zwei Personen etwa 65 Euro. Zur Auswahl stehen ein Dutzend ehemals mobile Unterkünfte, neben einem „Dübener Ei“ in Holzoptik oder einem metallisch glänzenden „Friedel“ etwa auch ein herausgeputzter „Heartbreaker“. Von dem klassischen Hotel wolle man sich abheben, erklärt Vollmer. „Wir wollen für eine verbindliche, individuelle und persönliche Atmosphäre sorgen.“ Als Nächstes planen sie und ihre Co-Chefin Silke Lorenzen den Einbau von Suiten, zum Beispiel für Eheleute auf Flitterwochen. Die sollen mehr Privatsphäre bekommen – und ein eigenes Bad.

Chefs: Sarah Vollmer (links). Silke Lorenzen

Branche: Hotellerie

Mitarbeiter: 6

Gründungsjahr: 2011

Firmensitz: Hobrechtstraße 66, Neukölln


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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