BERLIN, aber oho : Jaksch

Harry Jaksch verkauft in seinem Laden alte Schallplatten. Schwerpunkt: Volksmusik.

Maximilian Vogelmann
Harry Jaksch
Harry JakschMaximilian Vogelmann

Chef: Harry Jaksch (71)
Branche: Handel
Mitarbeiter: 1
Gründungsjahr: 1975
Firmensitz: Schöneberg

Sie füllen jeden Winkel seines Ladens: Kassetten, CDs, Videos – und vor allem Schallplatten. Volksmusik ist das beherrschende Thema, an der Wand hängt ein Poster der Zillertaler Schürzenjäger. Ladenbesitzer Harry Jaksch ist bekennender Fan: „Das ist Nostalgie hoch drei“, sagt er. Der gebürtige Münchner spielt selbst Akkordeon, tritt mit seiner Volksmusik-Band bei Hochzeiten auf. In seinem Laden verkauft Jaksch vor allem alte Originalplatten. An die ranzukommen werde immer schwieriger. Denn die Sammler würden ihre Bestände mittlerweile fast alle horten. Weil es am Markt nur noch so wenig alte Platten zu kaufen gibt, verkauft er daher viel auf Kommission. 70 Prozent der Ware im Laden gehört Privatleuten, die beim Verkauf einen Teil des Geldes an Jaksch abtreten. Sogar Nina Hagen habe schon einmal in seinem Laden etwas gekauft, vor langer Zeit, ein Album von Iggy Pop. „Die war bunt wie ein Papagei“, schwärmt Jaksch, „und unglaublich hübsch!“ Auch wenn das Geschäft besser laufen könnte, Jaksch liebt seinen kleinen Laden an der Julius-Leber-Brücke.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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