BERLIN, aber oho : Kühn Keramik

"Perfekt unperfekt" muss eine Tasse aus Keramik sein, sagt Bernhard Kühn. Der Kreuzberger stellt Tassen überzogen mit Echtgold oder Spielkarten aus Keramik her.

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Bernhard Kühn (rechts)
Bernhard Kühn (rechts)Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Eine Tasse muss bei Kühn-Keramik „perfekt unperfekt“ sein, sagt Gründer Bernhard Kühn, also nicht geometrisch genau rund, sondern handgeformt, mit Fingerabdrücken im Innern des Gefäßes. Kühn ist eine international bekannte Marke und macht im Ausland 95 Prozent ihres Umsatzes. Der liegt derzeit bei 200 000 Euro und steigt von Jahr zu Jahr beständig, sagt Claudia Elsholz, Ehefrau und rechte Hand von Bernhard Kühn. Mehr als 100 Formen und mehr als 400 Motive haben die Kreuzberger zu bieten. Da gibt es „entsetzlich kleine Tassen“, „Supertassen“, „große Kaffeetassen“ und vieles mehr. Die Produkte sind relativ teuer. Eine „Alice“-Tasse, nach dem Roman Alice im Wunderland benannt, kann je nach Motiv und Überzug mit Echtgold bis zu 75 Euro kosten. Einige Motive, etwa das Gesicht von Coco Chanel oder von Sängerin Björk, hat Bernhard Kühn selbst gezeichnet, andere bezieht er aus alten Motivbüchern. Verkaufsschlager sind gerade Spielkarten aus Keramik. Mit denen verhält es sich wie mit den übergroßen Messern und Gabeln – sie sehen einfach nur gut aus und sind sonst zu nichts zu gebrauchen.


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