BERLIN, aber oho : Miss Marple

In der Charlottenburger Krimibuchhandlung gibt es alles, was spannend ist.

Luisa Degenhardt
Cornelia Hüppe in ihrer Kriminalbuchhandlung. Foto: Luisa Degenhardt
Cornelia Hüppe in ihrer Kriminalbuchhandlung.Foto: Luisa Degenhardt

Chefin: Cornelia Hüppe (49)
Branche: Handel
Mitarbeiter: 1
Gründungsjahr: 2002
Firmensitz: Charlottenburg

Im Kiez nennen die Leute Cornelia Hüppe „Miss Marple“. In ihrer gleichnamigen Krimibuchhandlung bietet sie alles an, was spannend ist: von Hardcore- über Agenten- bis hin zu gesellschaftlichen oder politischen Krimis. „Mich hat nicht ein Buch geprägt, sondern der Krimi an sich“, sagt Hüppe. Der Name des Ladens stand für sie schnell fest, denn ihre Krimileidenschaft habe mit Agatha Christie begonnen. „Meine kriminelle Laufbahn ist von den Briten geprägt“, sagt sie. Rund 3000 Titel hat sie im Angebot, darunter englisch-, spanisch- und französischsprachige. Eine Spezialisierung sei aus ökonomischen Gründen wichtig. Ihren Laden betreibt sie alleine. Denn den Kunden falle es schwer, sich noch auf jemand anderen einzustellen. Deshalb veranstalte sie eine „One-Woman-Show“. Ein Lieblingsbuch hat sie nicht, dafür liest sie zu viel. Deshalb würde sie auch fünf bis acht Titel auf eine einsame Insel mitnehmen. Regelmäßig veranstaltet sie Lesungen mit nationalen wie internationalen Autoren. Mittlerweile gebe es 20 Zuhörer, die zu jeder Veranstaltung kämen, sagt Hüppe. Ryan David Jahn, Oliver Harris oder Wolfgang Schorlau waren bereits zu Gast.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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