BERLIN, aber oho : Ulis Fahrradladen

In seinem Spandauer Laden liegt der Schwerpunkt auf der Reparatur. Viele Kunden kommen schon in dritter Generation zu ihm.

Luisa Degenhardt
„Ich stehe nicht auf Carbon und Federungen, sondern auf klassische Räder“, sagt der 53-jährige Ulrich Feick.
„Ich stehe nicht auf Carbon und Federungen, sondern auf klassische Räder“, sagt der 53-jährige Ulrich Feick.Foto: Luisa Degenhardt

Chef: Ulrich Feick (53)
Branche: Dienstleistungen
Mitarbeiter: 2
Gründungsjahr: 1983
Firmensitz: Spandau

Bis heute hat Ulrich Feick keinen Führerschein, außer bei Glatteis fährt er immer mit dem Rad. „Schon als Kind bin ich gern geradelt. Ab zwölf Jahren bediente ich mich an Vaters Werkzeug und schraubte an Rädern herum.“ Seit 1983 betreibt er in der Jagowstraße in Spandau einen Fahrradladen. Der Schwerpunkt liegt auf der Reparatur. Das Handwerk hat der ausgebildete Zimmermann von einem Charlottenburger Rahmenbauer erlernt. Seine Stammkunden kommen „teilweise in der dritten Generation“. Etwa 200 alte Räder zählt seine private Sammlung, die teilweise in seiner Wohnung über dem Laden untergebracht ist. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum hat Feick sich einen Traum erfüllt und nebenan ein Fahrradmuseum samt historisch eingerichtetem Laden eröffnet. Dort können die Kunden erst Velozipede von 1870 und Hochräder von 1886 ansehen, um im Anschluss Ersatzteile für ihre historischen Räder zu kaufen. „Ich stehe nicht auf Carbon und Federungen, sondern auf klassische Räder“, sagt der 53-jährigeFeick. „Mein modernstes Rad ist 25 Jahre alt, das habe ich kurz vor der Wende zusammengebaut.“


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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