Wirtschaft : Berlin-Chemie schafft mehr als 300 Arbeitsplätze Pharmahersteller erzielt Rekordumsatz und expandiert

-

Berlin (jug). Das Pharmaunternehmen BerlinChemie hat im Geschäftsjahr 2002 mit einem Umsatz von 404 Millionen Euro das beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Prozent, wie das Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Uppenkamp kündigte für das laufende Jahr weitere Einstellungen sowie zweistellige Wachstumsraten an. Angaben zur Höhe des Gewinns machte er nicht.

Die seit 1890 in Adlershof ansässige Berlin-Chemie wurde 1992 von der Menarini-Group übernommen. Als ehemaliges DDR-Kombinat hat sich das Unternehmen vor allem auf zentral- und osteuropäische Märkte konzentriert. In Russland wurde 2002 etwa ein Drittel des Auslandsumsatzes erzielt. Dort hat die Berlin-Chemie AG einen für die Pharmabranche beachtlichen Marktanteil von 2,6 Prozent erreicht.

Neben internationalen Erfolgen konnten auch gute Ergebnisse im Inland erzielt werden. Um neun Prozent gewachsen ist der Umsatz in Ostdeutschland, 30 Prozent mehr wurden in den alten Bundesländern erzielt. Damit ist die Zuwachsrate zum ersten Mal im Westen höher. „Anfang der Neunziger Jahre waren unsere Produkte auf dem westdeutschen Markt noch nahezu bedeutungslos. Jetzt haben wir erstmals die Ein-Prozent-Grenze überschritten und einen Marktanteil von 1,15 Prozent erreicht“, sagte Uppenkamp. Allein der Verkauf von Herz-Kreislauf-Mitteln macht die Hälfte des Umsatzes der Berlin-Chemie im Inland aus. Generell konzentriert sich das Unternehmen in seiner Produktpalette auf Herz-Kreislauf-Medikamente, Diabetes- und Schmerzmittel.

Angaben zur Gewinnentwicklung verweigterte Berlin-Chemie-Chef Uppenkamp mit der Begründung, das Unternehmen wolle sich nicht von Erwartungen unter Druck setzen lassen: „Sie müssen sich von der Vorstellung lösen, dass wir wie alle anderen Unternehmen Gewinnerwartungen bekannt geben. Wir haben eine andere Unternehmenspolitik.“ Stattdessen stellte er die Personal- und Investitionspläne in den Vordergrund. Jeder Euro, der im Januar und Februar erwirtschaftet worden sei, werde schon im März reinvestiert werden. „Unser Prinzip ist: Langfristig investieren und Gewinne zügig reinvestieren“, sagte Uppenkamp.

0 Kommentare

Neuester Kommentar