Wirtschaft : Berlin setzt auf die dritte Dimension

Wirtschaft und Wissenschaft starten 3D-Zentrum

Ausgedient.
Ausgedient.

Berlin – Harry Potter, Die drei Musketiere und Alice im Wunderland: Filme in 3D sind angesagt. Und auch zu Hause wird Fernsehen dreidimensional, über den Pay-TV-Sender Sky können Kunden Bundesliga-Spiele und Dokumentationen dreidimensional erleben. Aber das soll nur der Anfang sein. In Berlin entsteht derzeit ein neues 3D-Innovationszentrum, das am 5. September auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) präsentiert wird. Die Konzeptionsphase wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie finanziert, Aufbau und Anschubfinanzierung übernimmt das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut.

Das 3D-Innovationszentrum ist zunächst für fünf Jahre geplant. Während dieser Zeit soll es eine Plattform für Wissenschaftler und Unternehmen bieten: „Das Zentrum ermöglicht es uns, Kontakte in der Industrie zu knüpfen und gemeinsam neue Projekte voranzutreiben“, sagte René de la Barré vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut am Dienstag. De la Barré entwickelt 3D-Displays, das Innovationszentrum wird sein neuer Arbeitsplatz werden.

Unter der Führung des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts haben sich wichtige Akteure aus dem 3D-Umfeld zusammengeschlossen, zu den Partnern gehören unter anderem Sky Deutschland oder Arri. In Zukunft können sich Hersteller, die ein Problem mit der 3D-Anwendung haben, an das Innovationszentrum wenden. Beispiel 3D-Fernsehen: „Für 3D-Displays werden mitunter spezielle Applikationen benötigt, die die Firmen nicht immer selbst entwickeln können“, sagt René de la Barré.

Im Vordergrund der Arbeit am 3D-Innovationszentrum stehen Fernsehen und Kino, ein weiterer wichtiger Aspekt wird die Qualität des dreidimensionalen Sehens sein: „Wir arbeiten an einer höheren Auflösung für 3D“, sagt de la Barré. „3D soll HD-Qualität bekommen.“ jba

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