Wirtschaft : Berliner fahren die meisten Elektroautos

Berlin - Das Interesse der Autokäufer an alternativen Antrieben ist groß – doch gekauft wird konventionell: Nur wenige Neuwagen in Deutschland haben einen Hybrid- oder gar Elektromotor. In einer Auswertung der aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) kommt der Auto Club Europa (ACE) zu einem ernüchternden Ergebnis: Fast 99 Prozent aller Autos in Deutschland fahren mit herkömmlichen Benzin- oder Dieselmotoren. Immerhin: „Der Umsatz neuer Hybrid-Pkw kam etwas besser in Schwung“, teilte der ACE mit. 10 661 dieser Fahrzeuge hätten vergangenes Jahr einen Käufer gefunden. Der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen erhöhte sich damit auf 37 241 – das entspricht einem Anteil von knapp 1,3 Prozent am Fahrzeugbestand (knapp 42 Millionen Fahrzeuge). Elektroautos spielen eine noch geringere Rolle. Zum Stichtag der Erhebung am 1. Januar 2011 waren 2307 rein stromgetriebene Autos im Umlauf, 2010 kamen 541 hinzu.

Als Vorreiter können sich die Berliner Verkehrsteilnehmer fühlen: Zum 1. Januar dieses Jahres waren laut ACE je 100 000 Wagen in der Bundeshauptstadt 237 Elektro- und Hybridautos angemeldet, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Auf Rang zwei schaffte es demnach Bremen mit 151 E- oder Hybridautos, gefolgt von Hamburg und Brandenburg mit 130 und 126 solcher Wagen pro 100 000 angemeldeter Pkw. Schlusslicht war laut ACE das Land Niedersachsen mit einem Anteil von lediglich 51 Fahrzeugen mit einer dieser beiden alternativen Antriebstechniken. Durchschnittlich kamen in Deutschland auf 100 000 Wagen demnach 94 der alternativen Gefährte. mot

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