Wirtschaft : Beteiligung an der Multiplex-Kette Cinemaxx zahlt sich aus

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Der Berliner Filmproduzent und -verleiher Senator Film firmiert künftig unter dem Namen Senator Film Entertainment AG. Die Hauptversammlung der am Neuen Markt notierten Gesellschaft beschloss am Dienstag die Umbenennung. "Wir sind auf dem Weg zu einem voll integrierten, weltweit agierenden Entertainmentkonzern", sagte Vorstandschef Hanno Huth, "diese Vision verbindet sich mit unserem neuen Namen." Nach der 25-Prozent-Beteiligung an der Multiplex-Kette Cinemaxx im April dieses Jahres sei Senator Produzent und Verleiher mit direktem Zugriff auf die marktführende Kinokette. Dieser Synergieeffekt habe das Unternehmen für internationale Partner deutlich attraktiver gemacht. Jüngster Beleg dafür sei die Kooperation mit dem Hollywood-Produzenten Joe Roth, bis vor kurzem noch Disney-Studio-Chef. Senator Film sei mit Roth überein gekommen, in den kommenden fünf Jahren die langfristigen Auswertungsrechte für den deutschsprachigen Raum an all seinen Produktionen zu erhalten. Die Budgets der Filme würden zwischen jeweils 10 und 100 Millionen Dollar liegen.

Die im Mai erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung hat nach den Worten Huths rund 340 Millionen Mark in die Senator-Kassen gespült. Ein Großteil davon fließe in die Finanzierung der Cinemaxx-Beteiligung, 20 Millionen Mark seien für Investitionen in den neuen Geschäftsbereich Music & New Media vorgesehen. Senator werde "demnächst mit einem international starken Partner aus dem Musikgeschäft" ein eigenes Musiklabel anschieben und neue Entertainment-Formate für das Internet entwickeln. Auf eine Dividende müssen die Aktionäre verzichten. Huth schloss aus, dass in den nächsten zwei Jahren an eine Ausschüttung gedacht werde. Senator-Aktien büßten zur Kasse 5,10 auf 101,50 Euro ein.

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