Wirtschaft : Betriebsverfassungsgesetz: Geschätzte Kosten der Neuregelung

fmk

Mehrkosten von 2,7 Milliarden Mark erwartet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) durch die neue Mitbestimmung. Davon kostet laut IW:

die Vergrößerung der Betriebsräte 1,1 Milliarden Mark

die Freistellung von mehr Mitarbeitern 0,5 Milliarden Mark und

das vereinfachte Wahlverfahren rund 1,2 Milliarden Mark.

Die Kosten für die Mitbestimmung nimmt das IW für größere Unternehmen mit 1100 Mark, für kleinere Betriebe mit rund 820 Mark pro Mitarbeiter und Jahr an. Durch die Neuregelung werden in Betrieben mit 101 bis 150 Mitarbeitern sieben statt bisher fünf Mitglieder im Betriebsrat sein. Schon ab 200 Mitarbeitern (bisher 300) müssten die Unternehmen einen Betriebsrat vollkommen freistellen. Dazu kommt, dass Betriebe mit mehr als 400 Mitarbeitern eine zweite Kraft freistellen und somit entbehren müssten. Das IW nimmt bei seiner Berechnung an, dass sich der Anteil von Firmen unter 51 Mitarbeitern mit Betriebsrat von bisher elf Prozent auf dann 22 Prozent verdoppelt. Grund: Das einfache Wahlverfahren ermögliche es einer Minderheit, die Bildung eines Rates anzustoßen.

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