Wirtschaft : Bewag: HEW und Mirant wollen den Berliner Stromversorger gemeinsam führen

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Im Schiedsverfahren um die Eigentümerschaft beim Berliner Energieversorger Bewag AG haben sich die Energiekonzerne Eon und Mirant grundsätzlich auf eine Lösung verständigt. Demnach sollen der US-Konzern Mirant (früher Southern Energy) und die Hamburgische Electricitätswerke AG (HEW) gemeinsam führen, hieß es übereinstimmend in Kreisen der Beteiligten. Noch in dieser Woche dürfte eine Vereinbarung unterzeichnet werden, die neben dem Anteilsbesitz auch unternehmerische Führung und Bewag-Firmenstrategie beinhalten soll.

Ein Spruch des Schiedsgerichts, das darüber befinden soll, wem Eon seine 49 Prozent Bewag-Aktien verkaufen darf, würde so obsolet. Das Schiedsgericht tagt am kommenden Donnerstag. Die 49 Prozent sollen so aufgeteilt werden, dass Mirant (26 Prozent) und HEW (1,5 Prozent) gleich große Anteile erhielten. Das 9,5 Prozent Bewag-Paket von Münchener Rück und Allianz, auf das HEW eine Option hält, würde gegebenenfalls geteilt. HEW und Mirant hielten so je etwa 38 Prozent oder 43 Prozent an der Bewag. Eon würde im Gegenzug wie geplant den Hamburgischen Gasversorger Heingas von HEW übernehmen. Offen bleibt zunächst, was die Einigung für die stockende Übernahme der ostdeutschen Energieunternehmen Veag und Laubag durch HEW bedeutet. Bewag soll hier eingebunden werden, will aber bei dem geplanten nordostdeutschen Energieversorger mitbestimmen. HEW-Hauptaktionär Vattenfall besteht dagegen auf Führung. Mirant hat immer gesagt, man sei an einer "partnerschaftlichen Führung" der Bewag interessiert.

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