Wirtschaft : Bewag steigt vorerst aus Recycling-Geschäft aus

BERLIN (dw).Die Bewag betätigt sich nicht mehr im Bereich Recycling.Wie der Berliner Energieversorger am Freitag bestätigte, soll die Planung für ein Müllheizkraftwerk am Blockdammweg in Lichtenberg vorerst nicht weiter verfolgt werden.Als Begründung nannte das Unternehmen "Äußerungen und Signale des Berliner Senats, wonach aufgrund deutlich verringerter Abfallmengen künftig kein Bedarf an einer weiteren Anlage zur thermischen Abfallbehandlung besteht." Nach Angaben von Bewag-Sprecher Reinhard Heitzmann hätte das Projekt ein Investitionsvolumen von mehreren hundert Mill.DM gehabt.Mit dem Ausstieg werde auch die Weiterentwicklung des gesamten Bewag-Entsorgungskonzeptes für die Stadt ausgesetzt.Falls sich das Müllaufkommen doch noch über die Erwartungen hinaus entwickeln sollte, sei die Bewag bereit, neue Überlegungen zur Errichtung von Abfallentsorgungsanlagen anzustellen.Die Bewag ließ keinen Zweifel daran, daß sie den Standort Blockdammweg seit 1992 überhaupt nur auf Wunsch des Senats entwickelt hatte.Doch beabsichtige man nicht, dem Land die Vorleistungen in Rechnung zu stellen, hieß es.1995 hatten Bewag und Senat einen "Rahmenvertrag" geschlossen, der jedoch nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 1995 nicht mehr ratifiziert wurde.

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