Wirtschaft : BHW mit Rekordgewinn

Baufinanzierer stellt zusätzliches Baugeld zur Verfügung HAMELN (vst/HB).Die BHW-Gruppe, Hameln, die seit Frühjahr 1997 an der Börse notiert wird, erwartet für 1998 eine weitere Festigung der Ertragslage.Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Reinhard Wagner bei der Bilanzvorlage.Dem mittelfristig angestrebten Ziel einer Eigenkapitalrendite von 11 bis 13% sei man 1997 mit rund 9,8 (Vorjahr 8,7) % nähergekommen.Der HV am 28.Mai wird eine Dividende von 95 Pf je 5-DM-Aktie statt der angekündigten 90 Pf je Aktie vorgeschlagen.Ferner soll die HV die Umstellung der Aktien in nennwertlose Stückaktien genehmigen.Für 1998 werde man mindestens 1DM je Aktie Dividende zahlen, sagte Wagner. Der Kassakurs der BHW Holding AG, deren Großaktionäre (DGB und Deutscher Beamtenbund) mittelbar nur noch je 34,2% halten, betrug am 28.April 30,80 DM, gegenüber einem Ausgabekurs von 26 DM.Der Kurs der BHW-Aktie, die an der letzten stürmischen Aufschwungsphase nur unterdurchschnittlich teilgenommen habe, sollte nach Ansicht Wagners deutlich über 35 DM liegen.Für 1998 ist die BHW-Gruppe u.a.deswegen optimistisch, weil der Eigenheimbau bei weiter leicht steigenden Mieten expandieren dürfte.Im 1.Quartal stieg das beantragte Neugeschäft nach der Zahl der Verträge um rund 7% und nach der Summe um gut 3%.Die starke Steigerung des eingelösten Neugeschäfts im Quartal um 12 bis 13% resultiert aus der Abwicklung auch des Vorjahresgeschäfts. Die Gruppe hat ihr Neugeschäft bekanntlich um 3,6% auf den Rekordwert von 20,2 Mrd.DM gesteigert (Handelsblatt 22.1.).Für das gesamte Jahr 1998 erwartet Wagner eine Steigerung des Neugeschäfts auf rund 21 Mrd.DM.Man werde im übrigen die Sparzeiten um bis zu ein halbes Jahr kürzen.Der Anteil des Öffentlichen Dienstes am Gesamtgeschäft der Gruppe liege unter 70%.Mit der Einführung des Euros erwarte man eine Tendenz zur Belebung des Immobiliengeschäfts. Zu den Expansionsplänen des Konzerns im Versicherungsgeschäft sagte Wagner, daß eine Mehrheitsübernahme weniger in Frage kommt, weil "Assekuranzwerte relativ teuer sind".Zu der kürzlich vereinbarten Vertriebskooperation mit vier Versicherern dürfte eine weitere hinzukommen, die mit einer Beteiligung verbunden ist.Bei dem in Polen geplanten Joint Venture (Bausparen) will man zusätzlich eine Bank für die Wohnungsbaufinanzierung zur Mehrheit oder voll übernehmen. Der Konzern, der mit der erstmaligen Konsolidierung der Allgemeinen Hypothekenbank AG, Frankfurt, (Beteiligung 40%) seine Bilanzsumme auf 108 (88 Mrd.) DM steigerte, begründet die Ergebnisverbesserung unter anderem mit der Steigerung des Zinsüberschusses um 12,8% auf 1,2 Mrd.DM.Im Hypothekengeschäft stieg der Zinsüberschuß um 19,4%, im Baufinanzierungsgeschäft um 10,4%. In einer künftigen Steigerung des Marktzinses sieht Wagner erhebliche Ertragspotentiale.Zudem habe man das Verhältnis des Verwaltungsaufwands zum operativen Ergebnis auf 60,9 (64,8)% gedrückt.Den a.o.Ertrag aus dem Verkauf eines Pakets der DSL-Bank nannte Finanzchef Dr.Jochen Becker mit rund 36 Mill.DM vor Steuern.Das Betriebsergebnis des Konzerns stieg nach Risikovorsorge um 7,2% auf 524 Mill.DM, der Jahresüberschuß um 26,9% auf 286 Mill.DM.

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