Bilanz von Handelskonzern : Otto Group legt im Internet-Handel kräftig zu

Beim Handelskonzern Otto Group zahlen sich die Investitionen in das Online-Geschäft aus. Die Hälfte des Gesamtumsatzes kommt über das Internet herein. Das soll sich mit neuen Angeboten fortsetzen.

Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group hat im Internethandel kräftig zugelegt.
Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group hat im Internethandel kräftig zugelegt.Foto: dpa

Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group hat im Internethandel kräftig zugelegt. Im Geschäftsjahr 2013/14 stiegen die Erlöse der weltweit rund 100 Online-Shops um 7,6 Prozent auf rund 6,0 Milliarden Euro. Das entspreche 61 Prozent der Einzelhandelsumsätze der Gruppe, teilte Otto am Mittwoch in Hamburg mit. Dabei handele es sich um vorläufige Zahlen.

Insgesamt setzte die Otto Group rund 12 Milliarden Euro um, das bedeutet nach Wechselkurseffekten durch den starken Euro einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) knüpfte der Familienkonzern den Angaben zufolge an das Vorjahresergebnis von 388 Millionen Euro an, was in der Firmenhistorie zu den Spitzenwerten zählt. Mit hohen IT-Investitionen soll die Marktposition ausgebaut werden.

Die Geschäfte in Deutschland liefen nach Angaben der Otto Group besonders gut - mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 7,06 Milliarden Euro. Im Ausland belastete der starke Euro im Vergleich zum US-Dollar die Einzelhandelsumsätze.

Aus dem Handelsgeschäft - über Online, Katalog-Bestellungen sowie aus dem klassischen stationären Einzelhandel - flossen der Gruppe praktisch unverändert rund 10 Milliarden Euro zu. Zweistellige Zuwachsraten verzeichneten die Finanzdienstleistungen mit 683 Millionen Euro (kursbereinigt: plus 16,7 Prozent) sowie das Service-Geschäft mit dem Dienstleister Hermes. Es kam auf 1,3 Milliarden Euro Umsatz (kursbereinigt: plus 16,5 Prozent).

Die gute Ertragslage will der Konzern unter anderem für neue, auf den elektronischen Handel bezogene Geschäftsmodelle nutzen. Von 2013 bis 2015 sind allein für IT-Entwicklungen rund 300 Millionen Euro veranschlagt. Der Konzern hat mehrere Projekte aufgesetzt, darunter einen neuen Shop für Mode und Lifestyle, das Bezahlsystem Yapital und die Shop-Software Lhotse. Die Gruppe wies 2013 rund 53 700 Vollzeitstellen aus. In Deutschland kam 650 Stellen auf knapp 26 000 hinzu. (dpa)

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