Wirtschaft : BMW-Aktie hat großes Potenzial - Verluste bei Rover haben den Kurs gedrückt

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Die BMW-Aktie wäre ohne die britische Tochter Rover 55,12 Euro wert - nach einer aktuellen Studie der Privatbank M.M. Warburg. Vor dem Hintergrund sind die aktuellen Kurssprünge bei den Papieren von BMW auf Werte um 30 Euro verständlich. Mittelfristig halten die Analysten eine Börsenbewertung von 50 Euro für wahrscheinlich. Besonders die anhaltenden Verluste bei Rover hielten die Investoren bislang zurück. Ohne den "Wertevernichter Rover" hätte BMW 1998 beim Umsatz 9,1 und im vergangenen Jahr 18,1 Prozent zugelegt. Der Ertrag vor Steuern wäre 1999 um zehn Prozent gestiegen. Daher sei Rover aus heutiger Sicht eine Fehlinvestition. Bis 1999 summierten sich allein Kaufpreis und Verluste auf 3,25 Milliarden Euro (gut 6,3 Millarden Mark). Hinzu kommt, dass die Europäische Kommission einen negativen Subventionsentscheid für Rover treffen und Rückzahlungen verlangen könnte.

Eine komplette Schließung von Rover - mit Ausnahme der profitablen Produkte Range Rover, GM und Mini - wäre jedoch kostspielig und würde mit etwa 1,2 Milliarden Euro (2,35 Milliarden Mark) zu Buche schlagen. Dies entspricht zwei Euro je Aktie. Bei einer Fortsetzung des bisherigen Kurses erwartete M.M. Warburg den Rückzug der Familie Quandt - des BMW-Großaktionärs - aus dem Konzern. Dies ist nunmehr wieder unwahrscheinlich geworden. Die Familie war bisher der Garant für Stabilität beim bayerischen Automobilhersteller.

Eine Kooperation mit Volkswagen könnte einen Teil der Produktionsprobleme nach Ansicht der Analysten beheben. Die Plattformen der Wolfsburger wären ideal für Rover. So könnten die Kosten gesenkt werden. Bisher setzt Rover zu wenige Fahrzeuge ab, um profitabel zu sein. In Bayern könnten wiederum BMW und die VW-Tochter Audi auf Grund ähnlicher Modelle an benachbarten Standorten zusammen arbeiten.

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