Wirtschaft : BMW dementiert Ausstieg

MÜNCHEN (ADN).Die BMW AG hat einen angeblich erwogenen Ausstieg aus dem Flugzeugmotorengeschäft dementiert.BMW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder sei von der französischen Wochenzeitung "Le Journal des Finances" falsch wiedergeben worden, sagte ein BMW-Sprecher am Montag in München zu entsprechenden Presseberichten.Bei der erwähnten "strategischen Entscheidung" für den Geschäftsbereich Flugzeugmotoren gehe es lediglich um die Auslastungen der dortigen Entwicklungskapazitäten ab dem Jahr 2000.So solle bis Ende 1999/2000 eine Strategie entwickelt werden, wie die Entwicklungskapazitäten der Tochtergesellschaft BMW Rolls-Royce in Oberursel und Dahlewitz (BMW hält 50,5 Prozent der Anteile) genutzt werden können.Das französische Journal hatte berichtet, der Bereich Flugzeugmotoren habe wegen hoher Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im vorigen Jahr einen Verlust von 660 Mill.DM verbucht.Wenn BMW in diesem Bereich aktiv bleiben wolle, müsse das Unternehmen zusätzlich investieren oder verkaufen.Erst vor wenigen Tagen hatte der Geschäftsführer der BMW Rolls-Royce GmbH, Klaus Nittinger, gesagt, die internationale Zulassung des seit Oktober 1995 entwickelten Triebwerks BR 715 für Boeing 717-200 markiere den Abschluß des bisherigen Entwicklungsprogramms und den Beginn der Serienmontage.Für die Mitte 1990 gegründete GmbH in Dahlewitz verschiebe sich nun der Schwerpunkt der Arbeiten zu Montage und Kundenservice.Zugleich stehe für 1999 ein Entwicklungsbudget von 200 Mill.DM zur Verfügung.So werde in den nächsten Monaten die intensive Flugerprobung der 715er Triebwerke auf der Boeing 717-200 bis zur Serienreife begleitet, sagte Nittinger.Zugleich werde in dem 1000 Mitarbeiter zählenden Werk in Dahlewitz an einer Turboprob-Variante der BR 700er Familie für den künftigen europäischen Militärtransporter FLA (Future Large Aircraft) gearbeitet.1998 werde ein Umsatz von 800 bis 850 Mill.DM angestrebt.Schwarze Zahlen will die BMW Rolls-Royce in der 1.Hälfte der nächsten Dekade schreiben.

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