Wirtschaft : Boeing baut auf kleinere Flugzeuge US-Hersteller erwartet steigende Nachfrage

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Frankfurt am Main Allein deutsche Fluggesellschaften werden bis zum Jahr 2024 mehr als 1000 neue Verkehrsflugzeuge im Wert von rund 71 Milliarden Euro kaufen. Dies erwartet der US-Flugzeughersteller Boeing angesichts des anhaltenden Wachstums im Luftverkehr. Zwei Drittel der Auslieferungen werden nach Ansicht von Boeing-Manager Drew Magill auf kleinere Maschinen in der Größenordnung einer Boeing 737 oder eines Airbus A 320 entfallen, 19 Prozent auf mittelgroße Jets, zehn Prozent auf kleinere Regionalflugzeuge und fünf Prozent auf Jets vom Typ 747 oder Airbus A 380.

Boeing hofft dabei, den Großteil der Bestellungen einzufahren. In diesem Jahr haben die Amerikaner bislang 945 Aufträge in den Büchern und damit einen Anteil an den weltweiten Flugzeug-Bestellungen von 66 Prozent. Beim Hauptkonkurrenten Airbus gingen in diesem Jahr insgesamt bislang knapp 560 Flugzeug-Bestellungen ein.

Trotz eines Verlustes aller Airlines von etwa 7,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr und trotz des steigenden Ölpreises rechnet Boeing weiter mit einem starken Wachstum des Weltluftverkehrs in den nächsten 20 Jahren. Weltweit und innerhalb Europas werde er sich verdoppeln, sagte Magill am Dienstag in Frankfurt. Am stärksten allerdings werde der Luftverkehr aus Europa nach Asien und insbesondere nach China zulegen. Dort erwartet Boeing sogar eine Verdreifachung des Luftverkehrs.

Für Europa rechnet Boeing auch angesichts der im Gegensatz zu den US-Airlines profitablen Fluggesellschaften in den kommenden 20 Jahren mit rund 6695 neuen Jets im Wert von 483 Milliarden Euro. Weltweit sollen bis 2024 insgesamt 25700 neue Flugzeuge bestellt werden. Der Gegenwert der Maschinen soll sich auf umgerechnet rund 1,74 Billionen Euro belaufen. ro

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