Wirtschaft : Boeing verhandelt mit Mitsubishi über technische Kooperation

Die skandinavische Fluglinie SAS hat 22 Lang- und Mittelstreckenflugzeuge beim europäischen Hersteller Airbus bestellt. Die Bestellung umfasst endgültige Aufträge für sechs vierstrahlige Maschinen vom Typ A340-300 sowie vier zweistrahlige A330-300. Für zwölf kleinere Flugzeuge vom Typ A321-100 schloss die SAS Vorverträge ab. Die entsprechenden Dokumente wurden am Dienstag am Rande eines Besuches des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac in Schweden besiegelt. Die SAS hat bislang fast ausschließlich US-Flugzeuge und seit 1986 keinen einzigen Airbus mehr in ihrer Flotte. Die skandinavische Fluglinie will mit den Langstreckenmaschinen ältere Modelle des Herstellers Boeing ersetzen. Die Bestellung wird möglicherweise noch erweitert, da SAS noch einige Optionen abgegeben hat. Der Umfang des Auftrages wurde nicht bekannt. Der offizielle Listenpreis für alle 22 Maschinen würde mehr als zwei Milliarden Euro (3,9 Milliarden Mark) betragen, in der Regel werden jedoch Rabatte gewährt, die geheim bleiben.

Unterdessen wurde in Tokio bekannt, dass Mitsubishi Heavy Industries mit Boeing über eine Zusammenarbeit im Luft- und Raumfahrtgeschäft verhandelt. Japanische Zeitungen hatten berichtet, die Unternehmen hätten bereits ein grundsätzliche Einigung erzielt, die die Entwicklung von kommerziellen Raketen und Passagierflugzeuge umfasse. Boeing wies die Berichte allerdings zurück. Auch Airbus hatte Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. Nach dem Einstieg von DaimlerChrysler bei Mitsubishi Motors galt eine Kooperation von Airbus mit Mitsubishi als wahrscheinlich.

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