Wirtschaft : Börse im Minus - Schwache Vorgaben aus USA

An den deutschen Aktienmärkten verlief das Geschäft am Mittwoch schleppend und die Umsätze blieben ausgesprochen gering. Auf dem Parkett wurde mehr über die Fusion der Börsen in Frankfurt (Main) und London als über Unternehmensberichte diskutiert. Etwas schwächere Vorgaben aus New York, wo die Nyse und die Nasdaq am Vorabend leicht nachgegeben hatten, führten zu nachgebenden Kursen. Von einzelnen Händlern wurde in Ermangelung anderer Erklärungen auch die anhaltende Euro-Schwäche als Ursache für Kursverluste genannt. Diese könnte die Europäische Notenbank (EZB) zu weiteren Zinserhöhungen bewegen, hieß es. Dämpfend wirkte sich auch aus, dass in Japan die Finanzmärkte wegen der so genannten Goldenen Woche geschlossen sind. Lediglich am frühen Nachmittag schoben gewinne bei MAN und VW Stämmen das Deutsche Aktienbarometer kurzzeitig ins Plus.

Am Nachmittag drückte auf die Notierungen in Europa dann erneut die schwächere Eröffnung an der Wall Street. Dort fiel der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte in der ersten Stunde des Handels um 112,62 Punkte auf 10 618,50 Zähler. Der umfassende Nasdaq-Index für Technologiewerte sank um 29,71 Punkte auf 3755,74 Zähler. Das US-Handelsministerium in Washington hatte zuvor bekanntgegeben, dass die Auftragseingänge der US-Industrie im März um 2,2 Prozent zugenommen haben. Dies war stärker, als von Beobachtern erwartet worden war. Im Februar waren die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben. Belebt wurde die Auftragslage im März vor allem durch Bestellungen von Papier, Chemikalien, Flugzeugen und elektronischer Ausrüstung.

Der Deutsche Aktienindex schloss schließlich um 17 Uhr 30 bei 7376,93 Punkten, gegenüber dem Vortag ein Minus von 2,37 Prozent oder knapp 179 Zählern. Der Nemax-50, der die wichtigsten Werte des Neuen Marktes repräsentiert, wurde mit 7444,72 (Dienstag 7567,02) Zählern notiert. Händler erwarten für die nähere Zukunft eine Seitwärtsbewegung an den deutschen Börsen.

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