BÖRSEN Ausblick : Das Ende der Jahresend-Rallye

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Die Jahresend-Rallye ist abgesagt. Eigentlich wurde sie bereits Anfang des Monats abgeblasen. Seit 2. Dezember geht es mit einer kurzen Unterbrechung an der Börse nur noch nach unten. Seit dem Höchststand vor gut zehn Tagen hat der Dax rund 400 Punkte oder fast 4,5 Prozent verloren. Zeitweise rutschte der Index am Donnerstag erstmals seit Ende Oktober sogar wieder unter die Schwelle von 9000 Punkten. Freilich: Das ändert nichts daran, dass 2013 bislang ein sehr gutes Aktienjahr war – mit einem Plus von rund 19 Prozent im Dax.

Der Hauptgrund für die neu aufgekommene Vorsicht liegt nach übereinstimmender Meinung fast aller Börsianer in den USA. Dort kommt am Dienstag und Mittwoch zum letzten Mal in diesem Jahr der Rat der US-Notenbank Fed zusammen. Und gibt vermutlich ein Signal, wann die allmähliche Reduzierung der monatlichen Käufe von US-Staatsanleihen und Immobilienpapieren im Volumen von 85 Milliarden Dollar beginnt. Damit hat die Fed seit 2009 die US-Wirtschaft gestützt und auch die Entwicklung an den Börsen befeuert. Jetzt fürchten Börsianer den Entzug dieser „Droge“.

Bei der DZ Bank hält man die Ängste vor dem möglichen Auslaufen der Käufe im nächsten Jahr für übertrieben. „Zwar läuft die Zinswende, aber es wird noch Jahre dauern, bis ein Niveau erreicht wird, auf dem Anleihen eine echte Alternative zu Aktien darstellen.“ Generell rechnen Volkswirte 2014 mit einer Erholung der Konjunktur in der Euro-Zone, vor allem aber in Deutschland. Das sollte, heißt es bei der DZ Bank, auch zu einer „raschen Erholung“ der Firmengewinne führen. Optimismus verbreiten die Analysten der britischen Barclays Bank. Sie trauen dem Dax bis Ende 2014 sogar 10 900 Zähler zu.

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