BÖRSEN Ausblick : Schlechtes Omen zum Auftakt

Gut gelaufen ist es an den ersten beiden Handelstagen im neuen Jahr nicht. Gut ein Prozent hat der deutsche Aktienindex Dax gegenüber Ende 2013 eingebüßt. Aber Sorgen macht sich darüber auf dem Parkett niemand. Viele Investoren sind noch im Urlaub und genießen das Super-Börsenjahr 2013. Schließlich hat der Dax um 26 Prozent zugelegt. Und Neuigkeiten, die die Kurse in den ersten beiden Tagen hätten bewegen können, gab es nicht.

Die meisten Experten erwarten dass es weiter aufwärtsgeht, über die Schwelle von 10 000 Punkten hinaus. Optimisten halten gar 11 000 Punkte für möglich. „Der gewachsene Optimismus könnte nachdenklich stimmen", sagt Christian Apelt von der Helaba. Er hält die Aktien nicht mehr für preiswert. Zudem werde die weniger üppige Geldversorgung durch die US-Notenbank ihre Spuren hinterlassen. „Die einfache Verlängerung des Vorjahrestrends wird bei Aktien vermutlich in die Irre führen, die Börsen stehen vor einem holprigen 2014.“

Legt man die Erfahrung der vergangenen Dekade zugrunde, könnte Apelt recht haben. Der erste Handelstag gab seit 2004 die Orientierung. In jedem dieser zehn Jahre legten die Kurse am ersten Börsentag zu. Diesmal ging es um 1,5 Prozent nach unten. Ein schlechtes Vorzeichen? Vielleicht. Doch jede Regel hat ihre Ausnahme. Noch fehlen harte Fakten. Eine erste Orientierung wird es am Donnerstag geben. Dann tagt der Rat der Europäischen Zentralbank zum ersten Mal in diesem Jahr. Bis erste wichtige Unternehmen ihre Zahlen für 2013 vorlegen, dauert es noch – Beiersdorf macht am 16. Januar den Auftakt zur Bilanz-Saison.

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