Wirtschaft : Börsenausblick: Der Optimismus für US-Aktien wächst

ant/HB/pf

An den europäischen Aktienmärkten blickt man in dieser Woche auf die Telekommunikations- und Einzelhandelswerte. Von beiden ist wenig Gutes zu erwarten. Die Deutsche Telekom wird voraussichtlich am Dienstag erstmals seit Börsengang rote Zahlen vorlegen. Die im Euro Stoxx50 vertretenen Einzelhändler Ahold aus den Niederlanden und Pinault Printemps Redoute aus Frankreich werden am Donnerstag Rechenschaft über das Geschäftsjahr 2001 geben.

Während sich die französische Wirtschaft im abgelaufenen Jahr auf eine gesunde Nachfrage der privaten Haushalte stützen konnte, sind die Aussichten für 2002 deutlich schwächer: Nach einem Anstieg des privaten Konsums von 2,9 Prozent im Vorjahr erwartet BHF-Volkswirtin Andrea Weißbrich für 2002 nur noch ein Plus von 1,6 Prozent. Auch die deutschen Einzelhändler sind nicht aus dem Schneider: Den Käufern vergeht offenbar die Kauflaune. Diesen Schluss lässt zumindest die aktuelle Ifo-Umfrage im Einzelhandel zu: Demnach verbuchten im Januar insbesondere die Textil- und Bekleidungshändler im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Umsätze. Vor dem Hintergrund dürfte auch der Ausblick von Adidas-Salomon, der am Donnerstag seine Zahlen vorlegt, interessant werden.

Besser ist die Stimmung in den USA. Auch wenn der US-Notenbankchef Alan Greenspan mahnt, dass die Erholung nur langsam vorankomme, profitiert die Wall Street. Der Leitindex Dow Jones schloss am Freitag mit 10368 Punkten auf dem höchsten Stand seit etwa sechs Monaten. Einen Zuwachs von 4,5 Prozent registrierte der technologielastige Nasdaq, der mit 1802 Punkten schloss. Während die Notenbank von einem realen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von zwischen 2,5 und drei Prozent in diesem Jahr ausgeht, halten Investoren eine Wachstumsrate von bis zu vier Prozent für möglich. Zu den Rennern gehören Werte, die stark vom Konjunkturzyklus abhängen, also in erster Linie "Old Economy"-Aktien wie United Technologies, Boeing, General Electric, International Paper und DuPont. Doch nicht nur die führenden Werte profitieren, sondern auch die zweite Reihe.

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