BRANCHENREFORM : Banken aufspalten

Der Chef der britischen Notenbank hat die Finanzbranche in scharfen Tönen angegriffen und eine Aufspaltung der Banken vorgeschlagen. „Noch nie schuldeten so wenige so vielen so viel Geld. Und das bisher ohne wirkliche Reform“, sagte Mervyn King am Dienstagabend vor Geschäftsleuten in Edinburgh. Die Banken seien mit „atemberaubenden“ Summen von Steuergeldern gerettet worden. Regulierung reiche nicht aus, um vor einer neuen Krise zu schützen. Es sei eine Täuschung, zu glauben, dass härtere Regeln vor hoch spekulativen Aktivitäten schützten. King sprach sich für einen Strukturwechsel aus: Manche Banken müssten ihr Kerngeschäft von den hoch riskanten Operationen trennen, so dass sie nicht „too big to fail“ (zu groß zum Scheitern) werden. Dabei könnte das Privatkundengeschäft bei Problemen weiter vom Staat gestützt werden, aber nicht das Casino-Banking. Zuletzt war kritisiert worden, dass einige Banken ihre riskanten Geschäfte wieder wie vor der Krise betrieben. dpa

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