Wirtschaft : Bundesweit gibt es 17 200 Ein-Euro-Jobs

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Berlin – Knapp 17 200 Arbeitslose sind in den vergangenen Tagen von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Zusatzjobs vermittelt worden. „Teilweise gibt es mehr Interessenten als Arbeitsgelegenheiten vorhanden sind“, sagte BAVorstandsmitglied Heinrich Alt am Freitag. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Rainer Wend (SPD), bezeichnete diese Zahlen als „rundum positives Signal“.

Die Zusatzjobs, auch Ein-Euro-Jobs genannt, richten sich vor allem an Personen, die erst einmal wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden müssen. Bereits jetzt fordert die BA Bezieher von Arbeitslosenhilfe auf, solche Tätigkeiten anzunehmen. Im nächsten Jahr sollen die Angebote für Arbeitslosengeld-II-Empfänger ausgebaut werden. Wer bei einem kommunalen Träger oder einem Wohlfahrtsverband eine gemeinnützige Arbeit übernimmt, erhält dafür eine so genannte „Mehraufwandsentschädigung“ in Höhe von ein bis zwei Euro pro Stunde. Dieser Zuverdienst wird nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Nach Ansicht des SPD-Wirtschaftsexperten Wend belegen die aktuellen Daten, dass Langzeitarbeitslose motiviert sind, Zusatzjobs anzunehmen. Es sei positiv, dass die Wohlfahrtsverbände entsprechende Angebote machen würden. „Ich hoffe, dass ein Schneeballeffekt entsteht“, sagte Wend dem Tagesspiegel.

Nach Angaben der BA sind seit September außerdem rund 4800 Menschen in die Bundesprogramme „Arbeit für Langzeitarbeitslose“ und „Jump Plus“ vermittelt worden. Bis zum Jahresende wollen die Agenturen für Arbeit bundesweit mehr als 100 000 Empfänger von Arbeitslosenhilfe in zusätzliche Maßnahmen vermitteln. Dafür stehen ihnen 140 Millionen Euro zur Verfügung. ce

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