Wirtschaft : CDU-Sozialflügel: Betriebe sollen christlich handeln

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Berlin Der Sozialflügel der CDU kritisiert den Personalabbau deutscher Großkonzerne und mahnt ein stärkeres Wirtschaftsethos an. „Es ist töricht, nur auf kurzfristige Renditeorientierung und Strategien zur Börsenkursmaximierung zu setzen“, kritisiert der CDA-Vorsitzende Gerald Weiß. „Die Väter der sozialen Marktwirtschaft hatten eine christliche Weltanschauung. Die darf nicht verloren gehen“, sagte der oberste Arbeitnehmervertreter der CDU dem Tagesspiegel. Als Beispiele nannte er die Deutsche Bank und Hewlett Packard, die hohe Gewinne realisieren und gleichzeitig Mitarbeiter entlassen. Eine Verantwortung der Unternehmer sieht Weiß auch durch das Grundgesetz gegeben – in der Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Weiß fordert, es müsse international geächtet werden, dass Managergehälter auch an den Börsenkurs eines Unternehmens gekoppelt werden. „Das hat fatale Lenkungswirkungen“, sagt der CDU-Politiker. Auf nationaler Ebene setzt er sich dafür ein, dass Mitarbeiter am Kapital und am Erfolg der Unternehmen beteiligt werden. Davon erhofft sich Weiß, dass das Management mit der Belegschaft auch längerfristig plant. ce

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