Wirtschaft : Commerzbank: Absturz auf dem Papier

Berlin - Auf den ersten Blick ist es ein dramatischer Absturz. Am Dienstag verlor die Commerzbank-Aktie an der Börse rund 20 Prozent an Wert. Es handelt sich dabei jedoch um eine ganz normale technische Reaktion auf die Kapitalerhöhung. Denn durch diese wird die Anzahl der Aktien um gut 2,4 Milliarden steigen und verdoppelt sich somit annähernd.

Altaktionären wurde bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht für die neuen Aktien eingeräumt. Sie haben das Recht, für elf bisherige Papiere zehn neue zu ordern zum Preis von 2,18 Euro pro Stück. Das Bezugsrecht ist ebenfalls an der Börse handelbar. Am Dienstag wurden Aktien und Bezugsrecht zum ersten Mal separat gehandelt. Zum Handelsschluss lag der Aktienkurs bei 3,025 Euro, das Bezugsrecht kostete zuletzt 0,77 Euro. In der Summe waren das 3,795 Euro. Damit war die Aktie sogar teurer als zum Handelsschluss am Vortag von 3,740 Euro (inklusive Bezugsrecht). Altaktionäre müssen ihrer Bank bis zum 6. Juni Bescheid sagen, ob sie ihr Bezugsrecht wahrnehmen wollen. vis

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