Computer : Immer drin: Netbooks und Laptops im Test

Mit den Computern für unterwegs kommt man leicht ins Internet. Aber manche Modelle versagen bei Bild- und Videobearbeitung.

Jahel Mielke
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Arbeiten im Freien: Laptops – ob klein oder ganz klein – machen es möglich. Auch die Akkuleistung überzeugt. Foto: dpaSven_Appel

Einfach nur dasitzen und auf den verspäteten Zug warten – das macht heute kaum noch jemand. MP3-Player, Handys und mobile Computer haben den Alltag erobert. Besonders kleine Netbooks sind leicht und passen bequem in Aktentasche oder Rucksack. So kann man wie am Heim-PC Mails abrufen und noch schnell ein paar Informationen über das italienische Restaurant in Hotelnähe nachlesen.

Die Stiftung Warentest hat neun handliche Netbooks, sieben Windows- Notebooks mit etwa 40 Zentimetern Bildschirmdiagonale und ein Apple MacBook geprüft. Im Mittelpunkt stand die Rechenleistung bei normalen Büroanwendungen wie Schreibprogrammen, aber auch bei 3D-Spielen oder Videobearbeitung. Handlichkeit, Konfiguration sowie die mitgelieferte Hard- und Software nahmen die Tester ebenfalls unter die Lupe. Außerdem prüften sie die Akkuleistung, die Displayeigenschaften und den Stromverbrauch der Geräte.

Natürlich können die kleinen Kompaktcomputer, die zwischen 300 und 600 Euro kosten, nicht so viel wie die großen. Berücksichtigt man die Einschränkungen der Netbooks (siehe Kasten), sind vier empfehlenswert: die getesteten Geräte von Asus, MSI, Acer und Samsung. Weil sie bei der Rechenleistung nicht mit Notebooks mithalten können, eignen sie sich eher für Büroanwendungen und Internetnutzung. Wer gerne Videos schneidet und Fotos bearbeitet, sollte zum Notebook greifen: Die getesteten Modelle eignen sich hierfür fast alle „gut“.

Unterwegs ist es am wichtigsten, dass der Computer leicht ist und lange ohne Steckdose auskommt. Mit ihren durchschnittlich 1,3 Kilo sind die kleinen Netbooks nur halb so schwer wie die Notebooks. Das leichteste große Gerät ist zugleich der Testsieger: Das Apple MacBook Aluminium mit einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm schnitt mit der Note 2,3 ab. Es war jedoch mit 1200 Euro das teuerste Gerät im Test. Trotz des geringen Gewichts der Netbooks leisten die Akkus viel: den Spitzenplatz belegte das MSI Wind, das im normalen Betrieb acht Stunden durchhielt. Acer, Asus und Samsung erreichten ebenfalls „sehr gute“ Akkuwerte im Test. Wenn mehrere Versionen der Geräte angeboten werden, empfiehlt die Stiftung Warentest, die Modelle mit stärkerem Akku zu wählen.

Lange Laufzeit, leicht und kompakt – das alles nützt wenig, wenn man auf seinem Netbook nichts erkennen kann. Die Tester kritisierten, dass viele Modelle genau wie die großen Notebooks spiegelnde Displays haben. Zwar zeigen die etwas schärfere Bilder als matte Bildschirme, sind aber sehr anfällig für Reflexionen. Gerade unterwegs können Nutzer sich die Lichtverhältnisse aber nicht aussuchen. Das MSI-Netbook hat etwa ein mattes, helles Display. Außerdem nutzt das Gerät die „Solid State Drive“-Technik, die den Akku schonen und die Geschwindigkeit des Rechners erhöhen soll. Das Betriebssystem ist hierbei nicht auf der Festplatte, sondern auf einem extra Speicherchip abgelegt. Auch das Lenovo-Netbook funktioniert so, die Festplatte wurde beim Test aber zunächst nicht erkannt. Kleine Konfigurationsprobleme gabs auch bei den Notebooks. Dafür zeigten fast alle eine „gute“ Rechenleistung. Der Sieger unter den Windows-Modellen, das Samsung R610-Aura T6400 punktete auch beim Stromverbrauch und bei der Handhabung. Keins der großen Notebooks kam jedoch bei der Akkuleistung über die Note „befriedigend“ hinaus. Das mag nicht weiter stören, weil die großen Geräte sich sowieso besser für zu Hause eignen. Notebooks für den Schreibtisch, Netbooks für die Reise – spätestens beim Italiener in Hotelnähe sollte man beide schließlich zuklappen.

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